Eine Frau legt in einem Supermarkt Lebensmittel in einen Einkaufswagen (Foto: picture alliance/dpa | Armin Weigel)

Inflationsrate im Saarland nähert sich historischem Höchststand

  28.04.2022 | 12:00 Uhr

Deutliche Preisanstiege bei Energie und Lebensmitteln haben die Inflationsrate im Saarland im April auf 7,1 Prozent getrieben. Damit nähert sie sich ihrem historischen Höchststand an.

Die Verbraucherpreise sind weiter auf dem Höhenflug. Eine höhere Inflationsrate als die aktuelle von 7,1 Prozent war nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Saarland lediglich einmal im Oktober 1981 als Folge der sogenannten zweiten Ölkrise mit einem Wert von 7,3 Prozent gemessen worden. Im Vergleich zum Vormonat stieg sie von 6,5 Prozent um gleich 0,6 Prozentpunkte an.

Gut zu wissen
Steigende Preise: So lässt sich Geld sparen
Ob Lebensmittel, Benzin oder Gas– überall steigen die Preise. Beim Einkaufen aber auch bei den monatlichen Fixkosten – überall lässt sich zumindest etwas Geld einsparen. Ein paar Tipps.

Heizölpreise mehr als verdoppelt

Auch aktuell sind es vor allem die Energiepreise, die das allgemeine Preisniveau bestimmen. Die höchsten Preissteigerungen wurden im April bei der Haushaltsenergie verzeichnet, die sich insgesamt binnen Jahresfrist um rund ein Drittel (33,9 Prozent) verteuert hat. Dabei stechen die Heizölpreise deutlich hervor, die sich mit einem Anstieg um 104,8 Prozent mehr als verdoppelt haben.

Auch bei Gas und Strom sind die Steigerungen deutlich: Während die Gaspreise um 41,3 Prozent nach oben kletterten, gab es bei der Stromrechnung einen Preisaufschlag von durchschnittlich 15,1 Prozent. Die Kraftstoffpreise lagen um 36,8 Prozent über Vorjahresniveau.

Auch Lebensmittel immer teurer

Doch nicht nur bei der Energie müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher weitaus tiefer in die Tasche greifen. Bei Nahrungsmitteln, für die die privaten Haushalte durchschnittlich 8,5 Prozent ihrer Verbrauchsausgaben aufwenden, sind laut statistischem Landesamt die Preise um 7,5 Prozent gestiegen. In Restaurants und Gaststätten mussten die Besucher im Schnitt 8,1 Prozent mehr bezahlen als im April 2021.

Drastische Folgen

Insgesamt machen sich die Folgen der Preisentwicklung im Saarland drastisch bemerkbar. Ein Beispiel: Aktuell muss für den Erwerb eines repräsentativen Warenkorbes, der vor einem Jahr 1000 Euro gekostet hat, heute im Schnitt bereits 71 Euro mehr gezahlt werden.

"Gut zu wissen" - immer donnerstags in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja