Münzen und Euroscheine (Foto: dpa/Tobias Hase)

Steigende Preise: So lässt sich Geld sparen

Gut zu wissen

Yvonne Schleinhege   28.04.2022 | 09:45 Uhr

Ob Lebensmittel, Benzin oder Gas– überall steigen die Preise. Beim Einkaufen aber auch bei den monatlichen Fixkosten – überall lässt sich zumindest etwas Geld einsparen. Ein paar Tipps.

Entscheidend ist, dass man einen Überblick hat, was genau man jeden Monat wofür ausgibt.

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Gut zu wissen: Steigende Preise - So lässt sich Geld sparen
Audio [SR 3, Moderation: ChristianJob, 28.04.2022, Länge: 08:35 Min.]
Gut zu wissen: Steigende Preise - So lässt sich Geld sparen
Tipps von Yvonne Schleinhege aus der SR-Wirtschaftsredaktion.

Haushaltsbuch

Das ganz altmodische Haushaltsbuch hilft, die monatlichen Kosten im Blick zu behalten. Wer sowieso nur ein kleineres Budget hat, bei dem ist natürlich nicht mehr so viel Einsparpotential vorhanden. In solchen Fällen kann man sich allerdings Unterstützung holen und beraten lassen, ob es vielleicht staatliche Unterstützungsmöglichkeiten gibt.

Geld sparen durch Verzicht

Grundsätzlich gilt: „Geld sparen geht natürlich durch Verzicht, in dem man nicht jedem Kaufimpuls nachgeht“, sagt Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale Saarland.

Preise vergleichen

Bei den Neuanschaffungen lässt sich durchaus Geld einsparen. Wenn man etwas wirklich braucht, dann sollte man natürlich immer die Preise vergleichen. Dies gilt beim neuen Fernseher genau so wie beim Strom- oder Handytarif.

Auch manche Versicherungen sind in den vergangenen Jahren deutlich günstiger geworden, so kann sich auch hier ein Preisvergleich lohnen. Dafür braucht es Zeit und Nerven, allerdings ist auch einiges an Ersparnis drin.

Kleinigkeiten im Alltag summieren sich

Oft seien es die Kleinigkeiten im Alltag, die viel unnötiges Geld verschlingen, etwa der Kaffee-to-go oder der Snack beim Bäcker. Diese Kleinigkeiten können sich summieren, so Thomas Beutler.

Das Problem: Häufig hat man kaum einen Überblick, was genau man jeden Monat „nebenbei“ ausgibt. Genau deshalb kann es sinnvoll sein, ein Haushaltsbuch zu führen, um wirkliche jede noch so kleine Ausgabe zu notieren. So lässt sich nach ein paar Monaten sehr gut erkennen, wo vielleicht Einsparpotential gibt.  

Im Notizheft oder als App. Haushaltsbücher helfen

Möglichkeiten, so ein Haushaltsbuch zu führen, gibt es viele. Für machen kann ein klassisches Notizheft praktisch sein, andere nutzen lieber Excel-Tabellen oder spezielle Apps.

verbraucherzentrale.de
Haushaltsbuch führen

Die Verbraucherzentralen bieten auch entsprechende Vorlagen an. Wichtig ist dabei, verschiedene Kategorien festzulegen, etwa Ausgaben für „Essen und Trinken“, „Wohnen und Energie“, „Freizeit und Sport“ „Kleidung“, „Versicherungen“, „Mobilität“ und „Sonstige Ausgaben“.

Zudem sollte man zwischen variablen Ausgaben und Fixkosten (Versicherungen, Abschläge auf Strom etc.) unterscheiden.

Ausgaben im Blick

Um ein Haushaltsbuch wirklich ordentlich zu führen, muss man natürlich alle Ausgaben genau festhalten. Dabei helfen Kassenbons oder die Kontoabbuchungen.

Zudem sollte man auch alle Verträge und Versicherungsunterlagen griffbereit haben. Daraus werden die monatlichen bzw. jährlichen Fixkosten entnommen. Häufig fallen hier Uralt-Verträge auf, die man eigentlich nicht mehr nutzt.

Wichtig: Damit ein Haushaltsbuch auch wirklich Sinn ergibt, sollten man es mindestens drei Monate durchhalten.

Außerdem gilt: Nicht nur die Ausgaben sollte im Blickfeld sein, sondern natürlich auch die Einnahmen.

Sparen beim Einkaufen

Gut zu wissen
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Neben den Ausgaben für Strom, Gas oder Öl sind zuletzt auch die Lebensmittelpreise stark gestiegen. Doch auch mit ein paar wenigen Tipps lässt sich beim Einkauf Geld sparen.

So sollte man nicht hungrig, aber immer mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt gehen, weiß Theresia Weimer-Ehl von der Verbraucherzentrale Saarland. Wer mit einem Wochenplan einkauft, vermeidet teure Spontankäufe.

Zudem sei es sinnvoll, sich saisonal zu ernähren und auf Fertigprodukte zu verzichten.

Und natürlich: Wer die Brotzeit von zuhause mitnimmt, spart das Geld für Snack und Kaffee zwischendurch.

Staatliche Förderungen nutzen – Beratung holen

Wer sowieso wenig Geld zur Verfügung hat, kann auch wenig sparen. Allerdings ist es möglich, staatliche Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Dies werde häufig nicht gemacht, sagt Anne Fennel, Geschäftsführerin bei der Diakonie Saar. „Wohngeld, Kinderzuschlag oder gerade auch das Bildungs- und Teilhabepaket ist ein klassisches Beispiel, dass von vielen nicht beantragt wird obwohl es ihnen zusteht.“

Deshalb empfiehlt die Diakonie, sich genau beraten zu lassen. Häufig seien die Anträge kompliziert, genau dabei gebe es aber Hilfe bei den Sozialverbänden und ihren Beratungsstellen.


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