Ein Hund und eine Schwimmerin schwimmen in einem Swimmingpool. (Foto: Pixabay/dassel)

So pflegen Sie Ihren Pool richtig

Mit Informationen von Yvonne Schleinhege   29.07.2020 | 10:59 Uhr

Der eigene Pool im Garten – in diesen heißen Tagen für viele ein Traum. Doch das kleine hauseigene Schwimmbad will gepflegt und gereinigt werden. SR3 „Gut zu wissen“ hat Tipps vom Experten zusammengetragen.

Gut zu wissen: Poolpflege
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 29.07.2020, Länge: 06:06 Min.]
Gut zu wissen: Poolpflege

Man sollte sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit für die Reinigung und Pflege des Pools nehmen. Einmal pro Woche steht dann ein etwas gründlicherer Check an. Es geht darum, zu vermeiden, dass sich Algen bilden und dass sich Bakterien und Keime ausbreiten. Das gilt nicht nur für große, gemauerte Becken, sondern auch für Aufstellpools mit einem Luftring oder Stahlwänden.

Pool abdecken

Der Pflegeaufwand kann reduziert werden, indem der Pool zum Beispiel nicht direkt unter Bäumen aufgestellt wird. Außerdem sollte er mit einer Plane abgedeckt werden, wenn er nicht genutzt wird. Dann geht keine Wärme verloren, und es verdunstet auch nicht zu viel Wasser. Laub sollte täglich grob mit einem Kescher abgefischt werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, sich abzuduschen, bevor man sich in die Fluten stürzt. So gelangen keine Sonnencremes und ähnliches ins Wasser.

Ratsam ist es, den Pool nicht direkt an der Grenze zum Nachbargrundstück aufzubauen, um die Nachbarn nicht mit spitzendem Wasser oder Lärm allzu sehr zu stören, erklärt Frank Eisele, Vorsitzender im Technischen Beirats des Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V. Zudem sollte er auf einer ebenen Fläche stehen.

Gute Filteranlage

Wichtigster Punkt bei der Poolpflege ist eine gute Filteranlage, die auf die Größe des Beckens abgestimmt ist. Sie sollte in der Lage sein, den Wasserinhalt des Beckens mehrmals täglich komplett umzuwälzen. Bei einem Becken mit 4 bis 5 Kubikmetern Wasser etwa bräuchte es eine Filterpumpe mit einem Volumenstrom von 2 bis 3 Kubikmetern pro Stunde.

Die Pumpe ist das Herz der Anlage. Sie fördert das Wasser durch den separaten Filter. Diesen gibt es in unterschiedlichen Bauweisen, zum Beispiel mit Sand oder Glasfiltermaterial oder auch Kartuschen. Die Anlage sollte täglich zwischen 8 und 12 Stunden laufen - idealerweise dann, wenn niemand im Becken schwimmt oder spielt. Auch bei kleineren Becken ist eine Filteranlage erforderlich. Andernfalls muss das Becken täglich komplett entleert werden.

Starke Pumpe nötig

Wichtig: Der Filter muss von Zeit zu Zeit gereinigt werden, bei Kartuschenfiltern muss die Kartusche ausgetauscht werden. Außerdem ist beim Neukauf des Beckens häufig eine Aufrüstung nötig: Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass die mitgelieferten Pumpen häufig nicht ausreichen. Das seien oft nur kleine Umwälzpumpen, die in ihren Filtern nur sehr groben Dreck auffangen.

Das Becken sollte einmal pro Woche gereinigt werden.  Die Wasserwerte sollten regelmäßig gemessen werden, den Desinfektionsmittelgehalt und den ph-Wert. Dafür gibt es einfache Testsets. Zur Desinfektion wird Chlor empfohlen, dabei gilt ein Richtwert von 0,3 bis 1 mg/l.

Chlor und ph-Wert messen

Chlor kann zum Beispiel in Form von vorgefertigten Tabletten, Spezialsalz oder Feststoffen zugegeben werden. Teurere Alternative ist eine eigene Dosieranlage. Als Alternative zum Chlor gibt es auch noch die Möglichkeit, mit Sauerstoff zu reinigen.

Ein zu hoher ph-Wert kann zu Haut- oder Augenreizungen führen, bei einem zu geringen ph-Wert drohen Korrosionen am Metall. Idealerweise sollte er zwischen 6,8 und 7,4 mg/l liegen.

Auch wenn ich die Reinigungs- und Pflegetipps des Experten beherzige, kann es natürlich sein, dass das Wasser im Pool riecht, verfärbt ist oder sich Algen bilden. In diesem Fall sollte man die Wasserwerte checken und die Filteranlage auf Dauerbetrieb stellen. Zudem kann eine Stoßchlorung hilfreich sein. Auch ein Flockungsmittel kann helfen  um den Schmutz im Wasser zu binden.

Über dieses Thema haben auch die Bunten Funkminuten auf SR3 vom 29.07.2020 berichtet.

"Gut zu wissen" - immer mittwochs in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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