Photovoltaik (Foto: pixabay)

Photovoltaik fürs Eigenheim

Karin Mayer   01.07.2021 | 09:30 Uhr

Deutschland will klimaneutral werden. Bis 2045. Dafür wird mehr Strom aus Erneuerbaren Energien gebraucht. Photovoltaik fürs Eigenheim kann einen Beitrag leisten. Wie Sie ihre Chancen nutzen können, erfahren Sie in Gut zu wissen.

Eigenstromverbrauch sichern

Die Einspeisevergütung ist gesunken. Für eine Anlage auf einem Wohngebäude mit maximal 10 kwpeak gibt es 7,69 Cent pro Kilowattstunde (Kwh). Beim Stromversorger kostet die Kwh zwischen 20 und 30 Cent. Also lohnt es sich, den Strom vom Hausdach selbst zu verbrauchen. Ralph Schmidt von der ARGE Solar rät deshalb die Anlage möglichst auf den Eigenverbrauch auszurichten und eine Anlage eher zu klein als zu groß zu planen.  

Süd, Ost, West – die richtige Fläche finden

Am effektivsten ist die Photovoltaikanlage auf einem Dach mit Südausrichtung. Weil der Eigenverbrauch wichtiger ist, kann man die Anlage auch nach Ost- oder West ausrichten.

Gut zu wissen: Photovoltaik fürs Eigenheim
Audio [SR 3, Studiogespräch: Carmen Bachmann/Karin Mayer, 01.07.2021, Länge: 05:53 Min.]
Gut zu wissen: Photovoltaik fürs Eigenheim
Im Studiogespräch erläutert SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer, welche Möglichkeiten es gibt und worauf man achten sollte.

Wer beispielsweise morgens und abends den meisten Stromverbrauch hat, könne die Photovolatik-Module entsprechend anbringen, sagt Ralph Schmidt von der ARGE Solar. Ist das Dach nicht geeignet, so können Hausbesitzer weitere Fläche prüfen:

  • Garagendach oder Carport
  • Balkonüberdachung
  • Hausfassade am besten nach Süden, weil bei der senkrechten Ausrichtung der Ertrag geringer ist
  • Zäune im Garten, allerdings müssen die regelmäßig freigeschnitten werden

Stromspeicher

Mit einem Stromspeicher kann man den Eigenverbrauch weiter steigern. Der Strom wird tagsüber dann in einer Batterie geladen und man kann ihn abends und nachts verwenden. Dafür braucht man Platz im Keller für den Speicher und mehr Geld. Die Kosten für den Speicher seien derzeit aber noch hoch, sagt Ralph Schmidt von der ARGE Solar. Er rät, den Speicher in zwei oder drei Jahren nachzurüsten und im ersten Schritt nur die Photovoltaikanlage zu bauen. 

So sollten Sie vorgehen

Wer auf Sonnestrom setzen will, kann sich beraten lassen. Die Energieberater der Verbraucherzentrale oder die ARGE Solar können Ansprechpartner sein. Hausbesitzer sollten sich Angebote von Handwerkern einholen und vergleichen. Bei einer Anlage auf dem Wohngebäude gibt Ralph Schmidt von der ARGE Solar die Kosten für eine Anlage mit sechs bis zehn kwpeak mit rund 10.000 Euro an. 

 Weitere Informationen: www.solaranlagen-portal.com


Mehr zum Thema


Gut zu wissen
Solaranlage für die Steckdose
Solarstrom selber generieren – das geht über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Solche Anlagen sind aber aufwändig zu installieren und teuer. Deswegen haben Hersteller nun kleine Solaranlagen für den Balkon entwickelt, die man einfach in die Steckdose stecken kann, sogenannte Balkonkraftwerke. Die Mini-Solaranlagen speisen die gewonnene Energie über ein Kabel mit Stecker direkt in den Stromkreis im Haushalt ein.

Podcast "Das zählt. Mensch/Wirtschaft."
Klimaneutral werden
Wie ein Landkreis CO2-emissionsfrei werden will. Karin Mayer spricht mit Marc-André Kruppa, der im Landkreis St. Wendel unterwegs war, über einen ambitionierten aber auch mühseligen Weg zum Ziel „grüne Null“.

"Gut zu wissen" - immer donnerstags in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja