Thorsten Volz, Verkaufsleiter bei Aqua-Saar Saarlouis (Foto: SR/Sarah Sassou)

Nachhaltige Gartenmöbel halten auch noch länger

Sarah Sassou   31.03.2021 | 11:36 Uhr

Wenn im Frühling die Temperaturen milde sind und die Sonne scheint, dann locken Balkon und Terrasse. Mit den richtigen Gartenmöbeln kann man es sich dort gemütlich machen. Damit die Möbel aber auch Schlechtwetter-Phasen gut überstehen und lange halten, sollten sie robust sein. Wer darauf achtet, dass sie auch nachhaltig produziert sind, kann so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Nachhaltige Gartenmöbel halten auch noch länger
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 31.03.2021, Länge: 05:13 Min.]
Nachhaltige Gartenmöbel halten auch noch länger

Beim Kauf von Gartenmöbeln aus Holz sollte man darauf schauen, dass der Hersteller nachweisen kann, dass das Holz unter für Mensch und Tier fairen Bedingungen geschlagen wurde“, sagt Thorsten Volz, Fachhändler für Gartenmöbel.

Auskunft darüber geben entweder die Fachhändler selbst oder entsprechende Zertifizierungen. Das Aussagekräftige ist dabei das „FSC“-Siegel. Dahinter steht eine gemeinnützige Organisation, der Forest Stewardship Council. Er setzt sich weltweit dafür ein, dass eine ökologische und sozialverträgliche Waldbewirtschaftung stattfindet und der Raubbau der Wälder verhindert wird. Das bedeutet für Verbraucher: Die Bäume sind lange genug gewachsen. „Dann stimmt auch die Qualität des Holzes und die Möbel sind langlebig“, sagt Gartenmöbel-Experte Volz.

Widerstandfähiges Tropenholz

Auch der Transportweg spielt bei der Umweltbilanz eine Rolle. Denn die bei uns heimischen Hölzer sind oft nicht geeignet, auf der Dauer der Witterung ausgesetzt zu sein. „Die Holzarten, die robust sind, wie zum Beispiel Eiche werden vor allem für Möbel im Innenbereich gebraucht“, sagt Thorsten Volz, Fachmann für Gartenmöbel in Saarlouis. Geeignet seien auch Harthölzer wie Eukalyptus und Robinie, die ebenso in Europa angebaut werden. Beliebt bei Herstellern ist vor allem tropisches Teakholz, weil es auch ohne Behandlungen widerstandsfähig und pilzresistent ist.

Alternativen zu Holz

Anstatt einer Holztischplatte gibt es mittlerweile auch keramische Platten für Outdoor-Möbel. Sie sind extrem stabil und pflegeleicht. Das gilt auch für sogenannte HPL-Platten, ein Kunststoff, der versiegelt ist. Man könne sie auch bedenkenlos mit einem Hochdruckreiniger säubern, sagt Thorsten Volz. Wer lieber auf ein Naturprodukt zurückgreifen möchte, für den könnte Granit die beste Wahl sein. Die Nachteile: Eine solche Natursteinplatte ist schwer und man muss sie richtig pflegen.

Umstrittenes Aluminium

Robuste Tischgestelle sind oft aus Aluminium hergestellt – eigentlich kein umweltfreundliches Metall, allein die Abbaubedingungen in tropischen Ländern sind alles andere als nachhaltig. Viele Hersteller würden für ihre Gartenmöbel aber auch recyceltes Aluminium verwenden, sagt Volz. „Damit es länger hält und mit der Zeit nicht etwa unansehnlich wird, ist es außerdem oft pulverbeschichtet“, erklärt Thorsten Volz. Auch beliebt und langlebig: Stahl und Edelstahl.

Schutz vor UV-Strahlung

Bei allen Materialien gebe es vor allem eines zu beachten, sagt Volz. „Die Gartenmöbel sollten unbedingt vor UV-Strahlung geschützt werden, denn das kann sie schädigen. Ein Sonnenschirm, ein Pavillon oder eine Markise mit UV-Schutz können Abhilfe schaffen.

Nachhaltig heißt oft auch langlebig

Wer nachhaltige Gartenmöbel kaufen möchte, wird im Fachhandel oder in speziellen Online-Shops fündig. Aber auch Discounter verkaufen mittlerweile Outdoor-Möbel, die das FSC-Siegel tragen. Experte Thorsten Volz bestätigt den Trend zu nachhaltigen Gartenmöbeln. Aber viele Hersteller würden nicht groß damit werben. „Denn vielen Kundinnen und Kunden ist erst einmal wichtig, dass die Gartenmöbel robust sind und eine gewisse Preisgrenze nicht überschritten wird“, hat er festgestellt. Dabei ist eine faire Produktion oft ein Garant dafür, dass das Produkt auch lange hält.  

"Gut zu wissen" - immer donnerstags in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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