Alte und neue Energielabel für Leuchtmittel (Foto: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

So spart man beim Lampenkauf Energie und Geld

Sarah Sassou   09.09.2021 | 10:30 Uhr

Nach den Elektrogeräten gibt es seit September auch eine neue EU-Kennzeichnung für die Energieeffizienz von Lampen. Verbraucher sollen so besser erkennen, welche Leuchtmittel besonders wenig Energie verbrauchen.

LED-Leuchte (Foto: pixabay)

Der Begriff „Lampe“ bezeichnet im Fachhandel das Leuchtmittel, das die Lichtquelle enthält. Eine Lampe ist also das, was viele unter „Glühbirne“ verstehen. Auf dem Markt sind derzeit Halogen- und LED-Lampen erhältlich. Auf der Verpackung wird künftig gekennzeichnet sein, welcher Energieeffizienzklasse von A bis G sie zuzuordnen sind. Die Kategorien A+ und A++ fallen weg.

Vorerst keine Lampen der Klasse A bis C

Lampen der Klasse A bis C wird es vorerst aber nicht geben. Das soll die Hersteller dazu animieren, noch effizientere Lampen zu entwickeln. „Ich gehe davon aus, dass in wenigen Jahren auch alle Halogen-Lampen verboten werden“, sagt die Geschäftsführerin der Saarbrücker Lichttechnikfirma Lumitec, Stephanie Didié. LED-Lampen seien einfach energieeffizienter.

"Gut zu wissen": So spart man beim Lampenkauf Energie und Geld
Audio [SR 3, Studiogespräch: Carmen Bachmann / Sarah Sassou, 09.09.2021, Länge: 07:00 Min.]
"Gut zu wissen": So spart man beim Lampenkauf Energie und Geld

Vorerst sind sie aber weiterhin erhältlich. Einzig Lampen, sowohl Halogen als auch LED, die noch die alte Kennzeichnung führen, dürfen noch bis März 2023 im Handel verkauft werden. Danach müssen sie das neue Label tragen. Dazu gehört auch ein QR-Code, über den Verbraucher weitere Produktinformationen erhalten.

Lumen statt Watt

Außerdem ist auf dem Label die Helligkeit angegeben. „Bei den Glühbirnen hat man sich da an der Watt-Zahl orientiert“, sagt Stephanie Didié. Da bei LEDs die Wattzahl deutlich niedriger ist, komme es jetzt auf die Lumen-Zahl an. Die Helligkeit einer 60 Watt-Glühbirne entspreche – je nach Hersteller - einer LED-Lampe mit etwa 800 Lumen.

Bei der Auswahl der Helligkeit seiner Lampe sollte man auch darauf achten, welche Lichtfarbe man möchte. Dafür gebe es eine Faustregel, sagt Stephanie Didié. „Bei 3300 Kelvin haben wir ein Warmweiß, bei 5000 Kelvin bewegen wir uns im neutralen Bereich, was darüber liegt, entspricht dem Tageslicht.“

Lebensdauer

Ebenso angegeben ist die zu erwartende Lebensdauer einer Lampe. Viele LEDs liegen hier bei etwa 25.000 Betriebsstunden. Das entspricht bei einer Leuchtdauer von 2,7 Stunden am Tag mehr als 25 Jahren, hat die Verbraucherzentrale des Saarlandes ausgerechnet. Wie lange eine Lampe aber tatsächlich halte, hänge von dem Einsatzort ab, sagt Stephanie Didié. „LEDs mögen es kühl. Bei Einbaulampen in der Decke sollte die Einbautiefe ausreichend sein, damit die Luft zirkulieren kann.“

Außerdem komme es darauf an, wie oft eine Lampe ein- und ausgeschaltet werde. Eine Leuchte im Außenbereich mit Bewegungsmelder zum Beispiel habe meist eine hohe Schalthäufigkeit. Auch diese Angabe ist auf dem Label vorhanden. Unter dem Begriff „Schaltzyklus“ und einer Abbildung eines An- und Ausschalter wird dieser zwischen 15.000 und 100.000 angegeben.

Komplette Umstellung?

Die LED-Lampen verbrauchen wenig Energie. Eine Halogenlampe mit einer Leistung von um die 50 Watt ist vergleichbar mit einer LED-Lampe von gerade mal acht Watt. Ist es also sinnvoll, die Beleuchtung komplett auf LED umzustellen?

In viele Halogen-Leuchten lassen sich LED-Lampen einsetzen. Da LEDs in der Regel weniger Watt als Halogen-Lampen haben, sei das kein Problem, sagt Stephanie Didié. Ob man nun auch Einbauleuchten austausche, hänge von der Nutzung ab. Es könne sich in Räumen lohnen, in denen das Licht oft angeschaltet wird, wie der Küche, dem Esszimmer, dem Bad und Kinderzimmern. „Dann haben sich die Kosten für die LEDs schon nach kurzer Zeit amortisiert.“

"Gut zu wissen" - immer donnerstags in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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