Geldnoten auf einem Heizkörper (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Heizkosten sparen - Was Verbraucher tun können

Gut zu wissen

Karin Mayer   14.10.2021 | 10:15 Uhr

Egal ob Sie mit Öl oder Gas heizen, so viel steht fest: Brennstoff wird teurer und obendrauf kommt die CO2-Abgabe. Umso wichtiger wird es, Heizkosten zu sparen. Hier sind einige Möglichkeiten.

Kostet wenig: vernünftig Heizen
Erster Schritt für Energieberater Reinhard Schneeweis beim Heizkosten sparen: vernünftiges Heizen. Damit meint er: Türen schließen in geheizten Räumen, nur Räume heizen, die genutzt werden und die Raumtemperatur richtig regeln. Heizkörper sollten entlüftet werden und die Heizung richtig eingestellt. Stoßlüften ist günstiger als Kipplüften.

Weitere Tipps unter
www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie

Heizkosten sparen - Was Verbraucher tun können
Audio [SR 3, Studiogespräch: Christian Job / Karin Mayer, 14.10.2021, Länge: 07:02 Min.]
Heizkosten sparen - Was Verbraucher tun können

Kann teuer werden: Neue Heizung
Wer einen Standardheizkessel mit Gas- oder Öl betreibt, der 25 Jahre oder älter ist, kann auf eine moderne Heizung umsteigen. Diese Investition zahlt sich schnell aus, denn: Mit Gasbrennwert-Technik oder Ölbrennwert-Technik sind 25 bis 30 Prozent Einsparung bei den Heizkosten möglich, so Energieberater Reinhard Schneeweis. Damit bleibt man aber weiterhin auf fossile Brennstoffe angewiesen, betont er. Im unsanierten Altbau kommt für ihn auch eine Pelletheizung in Frage. Sie kann ebenso wie Gas und Öl hohe Temperaturen für die Heizung liefern.

Solarthermie, Wärmepumpe, Kaminofen
Wer Heizkosten sparen will, kann auf Solarthermie setzen. Vor allem im Herbst und Frühjahr kann man so die Heizkosten reduzieren, sagt Ralph Schmidt von der ARGE Solar. Auch eine Wärmepumpe oder ein Kaminofen können helfen, Kosten für Gas oder Öl zu reduzieren. Energieberater Reinhard Schneeweis von der Verbraucherzentrale ist skeptisch. Solarthermie oder Wärmepumpe seien nur für Übergangszeiten hilfreich. Im Winter könne man dadurch keine Heizkosten sparen.

Wärmedämmung
In den nächsten Jahren soll der CO2-Preis auf Gas und Öl weiter steigen. Für Hausbesitzer wird Wärmedämmung dadurch wieder interessanter. Neue Fenster, ein isoliertes Dach oder Dämmung rund ums Haus sind aber teuer. Wer saniert oder die Heizung erneuert, wird deshalb vom Staat gefördert.

Weitere Informationen unter:
www.kfw.de/inlandsfoerderung

Anbieter wechseln
Wenn die Gasversorger die Preise erhöhen, können Kunden den Anbieter wechseln. Angebote vergleichen kann man auf Portalen im Internet. Das Vergleichsportal verivox erwartet allerdings, dass mehrere hundert Versorger ihre Tarife zum Jahreswechsel erhöhen. Wer wechselt, sollte Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten beachten. Von Angeboten mit Vorauskasse oder Kaution wird abgeraten, weil die Verbraucher im Fall einer Insolvenz Gefahr laufen, ihr Geld zu verlieren.


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"Gut zu wissen" - immer donnerstags in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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