Hund an Weihnachten (Foto: pixabay)

Wenn ein Haustier auf dem Kinder-Wunschzettel steht

Margit Groß-Schmitt   11.12.2018 | 09:30 Uhr

Zu Weihnachten steht bei vielen Kindern ein kleiner Hund oder ein Kätzchen auf dem Wunschzettel. Auch Meerschweinchen, Kaninchen und Wellensittiche stehen hoch im Kurs. Doch ein Tier sollte keine Ad Hoc Entscheidung an Weihnachten sein.

Alle Jahre wieder appelieren Tierschutzverbände an Eltern, ihren Kindern keine Tiere an Weihnachten zu verschenken. Auch wenn Hund, Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen auf dem Wunschzettel stehen: Sie sind Lebewesen und kein Spielzeug. Tiere brauchen mehr als ein paar Tage Zuwendung.

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Tiere gehören nicht auf den Gabentisch
Audio [SR 3, Margit Groß-Schmidt, 11.12.2018, Länge: 04:51 Min.]
Tiere gehören nicht auf den Gabentisch

Wer sich ein Haustier anschaffen will, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dies auch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Zu den Anschaffungskosten für das "Geschenk" kommen Futterkosten und natürlich auch Arztkosten hinzu - und das für Jahre. Und nicht zu vergessen: die Urlaubszeit. Wer kümmert sich um das Tier, wenn die Familie in Urlaub fährt?

Gemeinsam auswählen

Zudem sollte man bedenken, dass bei einem Tier als Weihnachtsgeschenk der Beschenkte gar keine Möglichkeit habe, das Tier vorher kennen zu lernen und zu sehen, ob die Sympathie überhaupt stimme, sagt Tabatha Walter vom Tierschutzbund Saar. Ihr Rat lautet: Wenn man sich ein Haustier anschaffen will, "sollte man gemeinsam als Familie zusammen das passende Tier aussuchen."

Der Tipp: Einen Gutschein oder ein Stofftier unter den Weihnachtbaum legen - quasi als "Platzhalter" - und dann sich dann, nach den Feiertagen, gemeinsam auf die Suche nach dem passenden neuen tierischen Mitbewohner begeben. Dabei lohnt ein Besuch im Tierheim, denn hier kann man sich nicht nur viele unterschiedliche Tiere ansehen und sie kennenlernen, sondern sich von den Mitarbeitern vor Ort auch beraten lassen, welches Tier zur Familie und den Gegebenheiten vor Ort passen könnte.


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Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 11.12.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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