Rentenberatung in Corona-Zeiten

Rentenberatung in Corona-Zeiten

Renate Wanninger   22.02.2021 | 09:45 Uhr

Wegen Corona sind zurzeit viele Behörden für den Publikumsverkehr geschlossen. Aber das Leben geht ja weiter, und man braucht mitunter Beratung und Hilfe. Die Deutsche Rentenversicherung hat derzeit ganz auf Telefonberatung umgestellt. Und das scheint richtig gut zu funktionien.

Ich habe Lücken in meinem Rentenverlauf, was kann ich tun? Kann ich früher in Rente? Mit welchen Abschlägen muss ich rechnen? Welche Anträge muss ich wo stellen? Das Thema Rente ist kompliziert. Kein Wunder, dass viele deshalb auch das Beratungsangebot der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch nehmen. Wegen Corona gibt es das zurzeit nur telefonisch. Das Procedere ist im Grunde aber gleich geblieben.

Deutsche Rentenversicherung Saarland
0800 1000 480 17

Man vereinbart telefonisch einen Beratungtermin und wird dann angerufen. Und das Gute ist: Man kann sich telefonisch nicht nur beraten lassen, sondern auch gleich Anträge stellen. "Die Berater können auch Anträge aufnehmen auf Rente oder Rehabilitation oder dergleichen", sagt Thomas Sander von der Deutschen Rentenversicherung in Saarbrücken. Und das genau so, als würde man gegenüber sitzen.

Empfehlenswert ist, vor dem Telefontermin die entsprechenden Unterlagen herauszusuchen. Welche Unterlagen das sind, erfährt man schon bei der Terminvergabe. Auf jeden Fall sollte man für das Gespräch die Steuer-Idenetifikationsnummer oder auch die Krankenkassenkarte griffbereit haben. Andere Unterlagen könnten gegebenenfalls auch noch nachgereicht werden, so Sander.

Die Beraterinnen und Berater haben beim Telefonieren Zugriff auf alle notwendigen Daten und so können bei Bedarf Anträge schon direkt mit aufnehmen.

Fazit

Die Telefonberatung der Deutschen Rentenversicherung funktioniert richtig gut. Und auch die Wartezeiten für einen Beratungstermin sind nicht außergewöhnlich lang. Zurzeit liegen sie bei zwei bis drei Wochen. Und last but not least: Man spart sich die Fahrt zur Rentenberatung.

Wie sieht es mit der Datensicherheit aus?

Wie können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Rentenberatung sicher sein, dass auch wirklich der Versicherte am Telefon ist und nicht jemand, der die Daten abgreifen will? Es würden Rückfragen beim Kunden gestellt, die nur dieser wissen könne - zum Beispiel Adresse, Geburtsdatum, wer der erste Arbeitgeber war oder wann die erste Beschäftigung aufgenommen wurde, sagt Sander.

Grundrente

Die Abfrage der Versichertendaten durch die Rentenberatung erfolgt auch bei der Grundrente, die es seit Anfang des Jahres gibt. Die Bescheide dazu gehen aber erst im März raus und zurzeit gibt es noch keine genauen Details. Anträge dazu müssten keine gestellt werden - es gebe entsprechende Anträge gar nicht, sagt Sander. Das Ganze erfolge automatisch. Im Grunde sei die Grundrente ja auch keine eigene Rentenart, sondern ein Rentenzuschlag, der bei der Berechnung der Rente einfach mit berechnet werde. Die Aufstockung erfolgt dann ab Juli.

Achtung Trickbetrüger

Gefälschte Fragebögen im Umlauf
Warnung vor Trickbetrug mit der Grundrente
Trickbetrüger versenden momentan gefälschte "Fragebögen zur Grundrente".

Zurzeit versuchen Trickbetrüger über das Thema Grundrente an Datensätze von Versicherten heran zu kommen. Oftmals per Brief wird aufgefordert, ansprechende Anträge auszufüllen. Aber wie gesagt: Es gibt gar keine Anträge für die Grundrente. Deshalb sollte man auf keinen Fall darauf reagieren. Die Deutsche Rentenversicherung hat alle Daten der Versicherten und braucht sie nicht nachzufragen.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 22.02.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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