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Sträucher und Bäume richtig pflanzen

mit Informationen von Renate Wanninger   17.09.2021 | 10:40 Uhr

Ob als Hecke, oder allein stehend - Sträucher und Gehölze gehören in jeden Garten. Sie lockern das Gesamtbild auf, bieten Sichtschutz, blühen in allen Farben und runden das Gesamtbild ab. Aber wann sollte man die Sträucher pflanzen? Ist jetzt noch Zeit dafür? SR-Reporterin Renate Wanninger hat sich schlau gemacht.

Hainbuche, Thuja, Holunder, Wacholder und Co. Welche Gehölze und Sträucher eignen sich am besten im Garten, und wie pflanzt man sie richtig? Die Gartenexperten Alexander David und Eugen Roth wissen Rat.

Die richtige Pflanzsaison

Haus und Garten: Sträucher und Bäume richtig pflanzen
Audio [SR 3, Renate Wanninger, 17.09.2021, Länge: 04:27 Min.]
Haus und Garten: Sträucher und Bäume richtig pflanzen

Der Herbst ist genau die richtige Zeit, um Sträucher und Bäume zu pflanzen, meint Gärtner Alexander David. Denn in den Wintermonaten machen viele Gehölze wieder einen Wurzelschub.

Es gibt zwei Arten von Setzlingen: mit blanker Wurzel, sogenannte wurzelnackte Pflanzen, und sogenannten Containerpflanzen, die sich in Töpfen befinden. Vor allem für die wurzelnackten Pflanzen gilt, dass man sie nur im Herbst pflanzen kann.

Bei der Containerware, also in Töpfen, lassen sich die Pflanzen auch im Hochsommer setzen.

So geht das Einpflanzen

Es braucht keine großen Vorkenntnisse, diese Pflanzen fachgerecht in den Boden zu bekommen. Wer es sich einfach machen will, nimmt die Containerpflanze. Denn die wurzelnackten müssen zurückgeschnitten werden, bevor sie in den Boden kommen. Hier gilt: Zwei Drittel oberhalb des Wurzelstocks abschneiden und ein Drittel von der Wurzel wegnehmen. Keine große Hexerei.

Und dann kann man sich den Spaten schnappen und das Loch ausheben. Das Pflanzloch sollte man immer anderthalb bis zweimal so groß machen wie den Container, aber nicht tiefer.

Zum Auffüllen dann die Gartenerde mit Pflanzerde und Kompost mischen. Das Ganze leicht andrücken. Danach ausreichend, aber nicht zuviel gießen: lieber wenig und regelmäßig.

Welche Pflanzen sind geeignet?

In den Gärtnereien gibt es eine riesige Auswahl an Sträuchern und Bäumen. Da sind immergrüne Gehölze dabei und welche, die im Frühjahr oder Sommer schön bunt blühen. Die Gärtner Erich Roth und Alexander David setzen auf einheimische Pflanzen. Nicht nur, dass mit den nicht heimischen Gehölzen auch neue Krankheiten in die Gärten geschleppt werden, sie werden von unseren Vögeln auch nur selten als geeignete Nistplätze genutzt.

Besonders eignet sich zum Beispiel der Holunder. Der ist zum einen ungiftig. Aus Blüten und Beeren kann man hervorragend leckere Marmelade und sogar Sirup herstellen. Der Sirup kann in der Erkältungszeit als Hustensaft oder zum Aufpeppen von Getränken genutzt werden.

Robuste Arten eignen sich am Besten

Aber die heimischen Gehölze bieten oft noch einen Vorteil. Alle haben in den vergangenen Jahren gemerkt, dass der Klimawandel voran schreitet, dass er auch unsere Pflanzen ganz schön fordert. Und auch das sollten wir im Blick behalten, wenn wir uns für Gehölze entscheiden.

Hortensien vertragen schon keine sonnigen Standplätze, dürften also eher zu den Verlierern beim Klimawandel gehören. Robuste Arten wie Flieder, Gingko, Wacholder oder Felsenbirne eignen sich da schon eher. Erich Roth empfiehlt als Hecke zum Beispiel die Hainbuche.

Ein Thema in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle am 17.09.2021.

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