Farn (Foto: pixaybay/Alexas_Fotos)

Mit Farnen den Garten gestalten

Renate Wanninger / Onlinefassung: Jessica Sproß   04.06.2021 | 10:40 Uhr

Wer kennt nicht das Problem einer relativ dunklen Gartenecke, in der nichts so recht wachsen möchte? Haben Sie es dort schon mal mit Farnen probiert? - Denn die attraktiven Grünpflanzen haben viele Vorteile!

Farne kommen vor allem in feuchten Wäldern, an Bachufern oder in Felsspalten vor. Warum die klassische Wildpflanze aber auch in unseren Gärten nicht fehl am Platz ist, das hat SR-Reporterin Renate Wanninger in der Gärtnerei Caspari in Schwarzenholz herausgefunden.

Viele verschiedene Farnsorten

Dort gibt es nicht nur die Treibhäuser und das eine oder andere kleine Beet. Hier wächst alles, so wie wir es auch daheim im Garten haben sollen. Hier stehen große alte Bäume, es gibt jede Menge Beete und Nischen, die auch durchaus schattig liegen und auf den ersten Blick weniger auffallen. Aber wenn man dann mal genauer hinschaut, gibt es ganz viel zu sehen. Zum Beispiel die Farne, die Elfriede Caspari so gerne mag. Mehr als 30 verschiedene Farne gibt es bei den Casparis.

Mit Farnen den Garten gestalten
Audio [SR 3, Renate Wanninger, 04.06.2021, Länge: 04:40 Min.]
Mit Farnen den Garten gestalten

Einer davon ist der Regenbogenfarn. Er ist eine besondere Schönheit für den heimischen Schattengarten. Mit einer Höhe von nur ca. 40 cm kann er durch sein Farbenspiel - von braungrün über silber bis hin zu rötlich - überzeugen. Dieses Jahr wächst dieser sehr üppig, da er den Mairegen aus vollen Zügen genießen und entsprechend gedeihen konnte.

In der Gärnterei Caspari findet man viele verschiedenen Sorten. Unter anderem den Goldschuppenfarn, Lippenfarn oder auch den Wasserfarn. Für jeden Standort gibt es etwas.

Der große Adlerfarn, den man überwiegend im Wald finden kann, gehört nicht zum Sortiment. Er ist zu üppig und geht daher im kleinen Garten nicht. Er würde alles überwuchern.

Der Wurmfarn ist der geläufigste, der sich auch mal selbst in unseren Gärten aussät. Hier erzählen die Kunden Elfriede Caspari oft, dass der in der Sonne wächst und einfach nichts braucht.

Farne - sehr unkomplizierte Pflanzen

Farne sind in der Regel sehr unkompliziert zu halten. Sie gedeihen nicht nur im Schatten, aber eben auch. Ihre Blätter unterschieden sich in der Färbung, der Form und der Größe. Da müsste wirklich jeder fündig werden.

Standortansprüche

Farne sehen wir in der Natur am ehesten im Wald und da an schattigen Plätzen. Das heißt sie stehen unter Bäumen, die ihr Laub Jahr für Jahr verlieren. Da dieses Laub nicht wie in unseren Gärten weggefegt wird, entsteht lockerer-humoser Boden – und genau den mögen die Farne.

Im Garten können Sie diesen Effekt der Streuschicht imitieren, indem Sie Herbstlaub liegen lassen. Als zusätzliche Mulchschicht bietet das Laub außerdem einen natürlichen Winterschutz und verbessert den Boden. Im Frühjahr muss nur "das Braune" abgeschnitten werden.

Lehmboden mag der Farn nicht so gerne, auch wenn der die Feuchtigkeit oft gut halten kann. Ist der Boden sehr fest und lehmhaltig, empfiehlt es sich, ihn mit etwas Humus anzureichern.

Kombination mit anderen Pflanzen

Selbst wenn die Ecke im Garten größer ist, die im Schatten unter Bäumen liegt, eignen sich die Farne sehr gut. Denn sie wirken besonders schön, wenn sie in Gruppen stehen, vielleicht sogar gemischt mit anderen Schattenliebenden Pflanzen, wie zum Beispiel den Wildtulpen oder den japanische Primeln.

Geheimtipp: Streifenfarn

Der immergrüne Streifenfarn ist die ideale Bepflanzung für den Garten, denn er ist pflegeleicht und stellt wenig Ansprüche an seinen Standort. Für ihn dürfte wirklich auch im kleinesten Garten Platz sein. Und wenn sie sich einen Farn zugelegt haben, wird er ihnen nur wenig Arbeit, dafür umso mehr Freude bereiten, sagt Elfriede Caspari. Im Herbst lassen Sie den Farn einfach stehen, warten auf das Frühjahr und schneiden dann die abgestorbenen Pflanzenteile ab. Ihr Farn wird innerhalb kurzer Zeit wieder neue Triebe bilden – auch in den kommenden Jahren.

Ein Thema in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle am 04.06.2021.

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