Rheuma: Richtige Ernährung kann helfen

Rheuma: Richtige Ernährung kann helfen

Steffani Balle   18.03.2019 | 11:45 Uhr

Etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer der vielen Formen von Rheuma. Das tückische: Verschleißerscheinungen durch Rheuma sind oft nicht reparabel. Über die Ernährung können Rheuma- Patienten allerdings einiges für ihr Wohlbefinden tun - und sie müssen dabei nicht hungern oder darben.

Rheuma-Patienten sollten darauf achten, dass sie das Richtige essen, sagt Christina Esser, Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.

Ihr Tipp für ein gutes Mittagessen, das man sich von zu Hause ins Büro mitnimmen kann: eine Scheibe Vollkornbrot, am besten mit ganzen Körnern und belegt mit einer Scheibe Räucherlachs. Dazu eine Schüssel mit Salat, gerne auch als Rohkostsalat zum Beispiel mit Paprika.

Das Vollkornbrot sorgt für die Balaststoffe, der Räucherlachs enthält viele entzündungshemmende Omega 3 Fettsäuren, Gemüse und Obst enthält viele Antioxidanzien, die ebenfalls entzündungshemmend sind.

Fleisch

Das Schnitzel am Mittag sollte eher die Ausnahme bleiben ,und wenn man Lust auf Fleisch hat, sollte man vor allem Geflügel essen. Ein bis zweimal pro Woche dürfe das durchas sein, sagt Esser. Schweinefleisch sollten Rheuma-Patienten jedoch ganz vermeiden, das es viel Arachidonsäure enthalte. Die Arachidonsäure verstärkt das Rheuma.

Der Anteil der Arachidonsäure ist übrigens auch abhängig von der Haltung der Tiere. Je besser diese ist, um so geringer ist der Anteil der Säure. Deshalb rät die Expertin zu Fleisch aus nachhaltiger Haltung, am besten aus Biohaltung.

Omega 3 Fettsäuren

Entzündungshemmend seien hauptsächlich die Omega 3 Fettsäuren tierischen Ursprungs und diese seien viel in Lachs, Makrele und Hering enthalten sagt Christian Esser. Aber auch Leinöl, Hanföl seien zu empfehlen und auch Rapsöl enthalte einige Omega 3 Fettsäuren.

Eine rein vegetarische Diät empfiehlt die Expertin nicht. Aber Rohkost, Salate und gedünstetes Gemüse als Beilagen oder auch mal als Hauptmahlzeit sind durchaus Rheuma-freundlich.

Da durch Rheuma zerstörtes Gewebe nicht heilbar ist, kann auch eine gute Ernährung keine Wunder wirken. Aber: Sie kann die Lebensqualität deutlich verbessern. Mit der richtigen Ernährung könne man es schaffen, dass die Medikamente reduziert werden können und mitunter sogar ganz wegzulassen.

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 18.03.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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