Ackerbau (Foto: pixabay (CC0))

Frühkartoffeln

Patrick Wiermer  

Dieses Mal geht es ran an die Kartoffeln - genauer gesagt: an die Frühkartoffeln. Was zeichnet diese Kartoffeln eigentlich aus? Und was spricht eigentlich gegen Importware? SR-Reporter Patrick Wiermer hat sich mit einem Kartoffelexperten in Berschweiler getroffen und sich das Rezept für eine grüne Kartoffel-Crème-Suppe zeigen lassen.

Sendung: Samstag 22.06.2019 11.00 Uhr

Frühkartoffeln liegen bei vielen Verbauchern im Trend: Denn die jungen Kartoffeln bieten so einige Vorteile.

Kleine Warenkunde

"Kappes, Klöße, Kokosmilch": Frühkartoffeln im Trend
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 22.06.2019, Länge: 02:45 Min.]
"Kappes, Klöße, Kokosmilch": Frühkartoffeln im Trend

Frühe Kartoffeln schmecken frisch und sind leicht zu schälen, während alte Lagerkartoffeln dann doch irgendwann anfangen zu keimen und schwerer zu verarbeiten sind. Sie enthalten insgesamt weniger Stärke als spätere Sorten. Die Inhaltsstoffe sind sonst ganz ähnlich: Spurenelemente, Kalium, Magnesium, Phosphor, Calcium,Vitamin C und die Vitamine B1 bis B6. Und diese Inhaltstoffe sitzen vor allem unter der Schale. Bei Biokartoffeln kann man die auch bedenkenlos mitessen.

Frühkartoffeln werden schon früh im Jahr gesät und sind von Juni bis Mitte August im Handel erhältlich. Sind sind jedoch oft importiert - etwa aus Israel oder Ägypten. Das liege daran, dass der Handel die günstigere Importware den heimischen Kartoffeln vorziehe, sagt der Gärtner, Umweltpädagoge und Kartoffelexperte Guido Geisen. Für den Anbau von Importkartoffeln werden zudem große Mengen Wasser verbraucht, wie das Verbrauchermagazin Ökotest berichtet. Hinzu kommen hohe Pestizid- und Nitratbelastungen.

Es gibt unter den Frühkartoffeln aber auch echte Edelsorten - wie die "La Bonotte de Noirmoutier", eine mittefrühreife Sorte mit kleiner Knolle und vielen Einbuchtungen. Die Bonotte ist etwas teurer als andere Sorten: Bis zu sechs Euro das Kilo kann sie kosten. Dafür bekommt man allerdings ein ganz besonders intensives Geschmackserlebnis, das man auch pur genießen kann oder: in einer leckeren Kartoffel-Crème-Suppe à la Lumbricus.


Grüne Kartoffel-Crème-Suppe à la Lumbricus


"Kappes, Klöße, Kokosmilch": Grüne Kartoffel-Crème-Suppe à la Lumbricus
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 22.06.2019, Länge: 02:38 Min.]
"Kappes, Klöße, Kokosmilch": Grüne Kartoffel-Crème-Suppe à la Lumbricus

Zutaten
500 g Frühkartoffeln
10 Blatt wilder Wiesenkerbel
100 g Lauch
80 Gramm Butter (oder Butaris)
750 ml Gemüsebrühe
Zitronensaft
200 ml trockener Weißwein
2 Eigelb
3 EL gehackte Petersilie
100 ml Sahne
Salz Pfeffer
Eine Prise Zucker

Zubereitung
Kartoffeln schälen, waschen und würfeln. Den Wiesenkerbel waschen und fein hacken. Lach putzen und in Ringe schneiden. Butter erhitzen, Lauch und Kartoffeln anbraten. Mit der Brühe ablöschen, den Wiesenkerbel hinzugeben und 20 Minuten köcheln lassen. Die Suppe pürieren, mit dem Wein, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Eigelb verquirlen, um die Suppe zu legieren. Zum Schluss den Rest der Kräuter hinzugeben und die Suppe zusammen mit der Sahne servieren.

Die Kochsendung "Kappes, Klöße, Kokosmilch" - immer samstags in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

Artikel mit anderen teilen