Chillisorten (Foto: SR/Barbara Grech)

"Hot, sweet & spicy" - leckere Rezepte mit Chili (Teil 2)

Barbara Grech   17.09.2021 | 10:00 Uhr

Im Garten werden die ersten Chili-Früchte bereits rot - und es kann bald geerntet werden. Chili gibt den Gerichten oft den letzten Pfiff. Gerade was die Schärfe angeht. Was es über die Schote alles zu wissen gibt, hat unsere Küchenchefin Barbara Grech in der Gewürzmanufaktur Rimoco in Saarbrücken erfahren und gleich auch leckere Rezepte mitgebracht.

Sendung: Samstag 18.09.2021 11.00 Uhr

Sie ist scharf - und trotzdem in aller Munde. Chili. Wenngleich Chili nur der Oberbegriff für die scharfe Frucht ist, die momentan in der Küche bei uns ja sehr in Mode gekommen ist. Wie vielseitig die scharfe Schote ist und was man über sie wissen muss, hat unsere Küchenchefin Barbara Grech beim Fachmann in der Saarbrücker Gewürzmanufaktur Rimoco erfahren.

Kleine Gewürzkunde

Kappes, Klöße, Kokosmilch: Chili-Anbaugebiete
Audio [SR 3, Barbara Grech, 18.09.2021, Länge: 01:42 Min.]
Kappes, Klöße, Kokosmilch: Chili-Anbaugebiete

Anbaugebiete
Angebaut wird da, wo man Chili viel verwendet und man auch gerne scharf isst. Klassische Anbaugebiet seien Südamerika, USA und Asien, so Möcks. Aber auch bei uns gedeihen Chili – zum Beispiel auf der Terrasse in Töpfen. Die Anzucht ist etwas knifflig, aber wenn die Pflanzen erstmal wachsen, sind sie unkompliziert und robust. Die Erntezeit ist im Spätsommer und kann sich teilweise bis in den im November erstrecken.

Anregend und gesund
Und: Chilis sind gesund. Das darin enthaltene Capsaicin wirkt gefäßerweiternd, sorgt für eine bessere Durchblutung und bringt den Kreislauf wieder in Schwung.

Getrocknet der frisch?
Ob man beim Kochen besser getrockete Chilli, in Flocken, in Pulverform oder frisch verwendet, hänge auch von Gericht ab, sagt der Gewürzexperte. Bei Soßen verwendet er lieber Pulver, bei frischen Gerichten rät er zu den frischen Schoten.

Kappes, Klöße, Kokosmilch: Chili-Sorten
Audio [SR 3, Barbara Grech, 18.09.2021, Länge: 02:11 Min.]
Kappes, Klöße, Kokosmilch: Chili-Sorten

Mehr als 4000 Sorten
Chili ist nicht gleich Chilli. Sage und schreibe über 4000 Chili-Sorten gibt es weltweit. Und es kommen immer wieder neue hinzu. Von mild bis scharf. Da wird es schwierig, den Überblick zu behalten. „Chili stammt eigentlich von der Paprika ab. Also Parika ist die Grundform und daraus entwickeln sich dann die verschiedenen Chillisorten“, sagt Gewürzexperte Richard Möcks, Inhaber der Gewürzmanufaktur Rimoco in Alt-Saarbrücken.

Wie scharf darf es sein?
Scharf zu essen, kann man sich übrigens auch antrainieren. Jeder habe ein gewisses Level, das man noch verträgt, so Möcks. Je öfter man Chili esse, umso besser vertrage man sie. Und so könne man sich Schritt für Schritt an Schärferes herantasten.

Entsprechend hat die Gewürzmanufaktur Rimoco Chili-Sorten mit verschiedenen Schärfe-Graden auf der sogenannten Scoville-Skala im Angebot. Diese bemisst den Schärfe-Grad danach, wie viel Tropfen Wasser es bräuchte um einen Tropfen der Schärfe zu neutralisieren. So bräuchte die schärfste Chili der Welt, die Carolina Reaper, zwei Millionen Tropfen. Bei den scharfen Sorten also lieber erstmal weniger für ein Gericht nehmen und dann - gegebenenfalls - noch etwas nachwürzen.


Ceviche mit Ananas und Chili

Rezept für vier Portionen


Ceviche mit Ananas und Chilli (Foto: Rimoco)

Zutaten
1 kg Marlin, Kabeljau oder Schwertfisch
1 Gurke, geschält
500g feste Tomaten
½ rote Zwiebel
2 grüne Chilischoten
1 kleiner Bund Koriander
200ml frisch gepresster Limettensaft
100g frische Ananas
etwas Fleur de sel de Guérande N°258
etwas Bio Tellicherry Pfeffer N°108
1/2-1 TL Grünes Chili Jalapeno N°062

Zubereitung
Fisch, Gurke, Tomaten, Ananas und rote Zwiebel in sehr kleine Würfel schneiden. In einer flachen Auflaufform den Fisch mit dem Limettensaft vermischen und mit Fleur de Sel und Pfeffer würzen. Alle anderen Zutaten hinzu geben und das Ganze noch einmal gut würzen. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.


Selleriesalat mit Kartoffeln und Oliven

Rezept für vier Portionen


Selleriesalat mit Kartoffeln und Oliven (Foto: Rimoco)

Zutaten
300g Pellkartoffeln, gekocht und gepellt
200g Staudensellerie
1 Hand voll schwarze Oliven
6 EL Olivenöl
3 EL Rotweinessig
2 Prisen Persisches Blausalz N°267
1/2 TL Bio Tellicherry Pfeffer N°108
1 TL Bio Piment d'Especial N°052

Zubereitung
Die Kartoffeln in Salzwasser gar kochen. Vom Staudensellerie die Fäden abziehen und die Stangen mitsamt dem Grün in feine Scheibchen schneiden. Die Pellkartoffeln würfeln und die Oliven halbieren.Dann das Ganze mit Olivenöl, Rotweinessig, Salz, Pfeffer und Chili vermengen. Zum Schluss den Salat 15 Minuten ziehen lassen, abschmecken und servieren. 


Mehr zum Thema

Die Kochsendung "Kappes, Klöße, Kokosmilch" - immer samstags in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle.

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