Eine junge Frau hält die Hände einer älteren Frau (Foto: dpa/Patrick Pleul)

"Es macht uns einfach glücklich, wenn wir Respekt erfahren"

Interview mit Kommunikationstrainerin Alexandra Karr-Meng

Interview: Carmen Bachmann   19.11.2018 | 11:45 Uhr

Ob auf der Arbeit oder im privaten Leben, ob bei Jung oder Alt - ein respektvoller Umgang miteinander sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber leider nicht immer. Was kann man tun, um für ein respektvolles Miteinander in seinem Umfeld zu sorgen? "Respekt hat viel mit Achtung, Wertschätzung und Aufmerksamkeit zu tun", sagt Kommunikationstrainerin Alexandra Karr-Meng. Wenn Respekt fehle, sollte man ihn aktiv einfordern und sie empfiehlt, Respekt-Regeln aufstellen.

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Interview: "Es macht uns einfach glücklich, wenn wir Respekt erfahren"
Audio [SR 3, Interview: Carmen Bachmann, 19.11.2018, Länge: 04:40 Min.]
Interview: "Es macht uns einfach glücklich, wenn wir Respekt erfahren"

Respekt ist wichtig - für jeden von uns. Wenn man das Gefühl habe, dass man werde nicht respektiert, die Arbeit werde nicht geschätzt, man selbst als Mensch werde nicht geachtet, dann sollte man das klar formulieren und ansprechen in dem Sinne: "Das stört mich, so hätte ich es gerne, das wünsche ich mir", sagt Kommunikationstrainerin Alexandra Karr-Meng.

Das gelte in der Familie genau so wie im Arbeitsleben. Doch während man in der Familie entsprechende Spielregeln aufstellen könne, sei das Einfordern von Respekt im beruflichen Umfeld mitunter schwieriger. Zwar könne auch hier das Aufstellen von Regeln helfen - Teamregeln für den Umgang miteinander - doch wenn sich jemand nicht an die Regeln halte bleibe einem im Grunde nur die Möglichkeit, den Kontakt auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren.

Jedem Menschen mit Respekt begegnen

Grundsätzlich gelte die Regel: "Man sollte jedem Menschen mit Respekt begegen", sagt Karr-Meng. Es gehe darum, eine gute Mischung zu finden zwischen aufmerksam und achtungsvoll begegnen und zugleich eine Eigenständigkeit behalten. Im Bezug auf Kinder sollte man aber Respekt nicht mit "Erziehung auf Augenhöhe" verwechseln. Als Erwachsener habe man die Aufgabe, auch Grenzen zu setzen und Regeln zu vereinbaren "und dem Kind auch ein ganz klares "Nein" mal zu sagen".

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 19.11.2018 auf SR 3 Saarlandwelle.

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