Kompost (Foto: pixabay (CC0))

So klappt's mit dem Kompost

Renate Wanninger   24.04.2020 | 10:00 Uhr

Aus Abfall Gold machen ist ein alter Traum, und die Gärtner bekommen es tatsächlich hin. Stichwort "Kompost". Er ist wertvoll, denn er ist bester Dünger, und man verwertet zugleich Abfälle, die im Garten oder in der Küche anfallen. Worauf man achten sollte, damit aus Bio-Abfall "braunes Gartengold" wird, erfahren Sie hier.

Die richtigen Zutaten

So klappt's mit dem Kompost
[SR 3, Renate Wanninger, 24.04.2020, Länge: 03:45 Min.]
So klappt's mit dem Kompost

Kompostexpertin Marita Hilt aus Gerlfangen hat einen Komposthaufen für Gartenabfälle und einen für Küchenabfälle. Aber Achtung: gekochte Essensreste wie Gemüse kommen nicht in den Kompost. Und Fleisch ist ebenfalls tabu - nicht nur, weil es Ratten anzieht. Auch in Komposthaufen ohne Fleisch können sich übrigens Wanderratten kurzzeitig einnisten, allerdings lassen die sich durch Umsetzen des Haufens auch schnell wieder vertreiben.

In Marita Hilts Komposthaufen für Küchenabfälle verstecken sich übrigens auch andere Beigaben. Sie fügt dem Kompost Äste und Gehölz bei. Das sorgt für eine gute Luftzirkulation innerhalb des Haufens. Auch Unkraut kann man dem Kompost beifügen. Was zu groß ist, sollte jedoch zerkleinert werden, dann verrottet es leichter. Das gilt auch für feste Strünke, die beim Gemüseputzen anfallen.

Den richtigen Standort wählen

Ein frischer Komposthaufen bleibt ca. drei Jahre stehen. Den Standort sollte man nicht nur deshalb mit Bedacht wählen. Weder zu nass noch zu trocken sollte es sein. Den Kompost also nicht in die volle Sonne, aber auch nicht in die dunkelste Ecke des Gartens stellen. Bei einem guten Standort muss der Kompost nicht gewässert werden. Ab und an sollte man ihn aber umsetzen. Das heißt: Der Kompostberg wird Schicht für Schicht abgetragen und umgekehrt wieder aufgeschichtet. In der Regel kann dann die reife unterste Schicht schon im Garten verwendet werden. Achtung: Blindschleichen und andere Kompostbewohner behutsam umsiedeln.

Fertiger Kompost stinkt nicht

Reifer Kompost sieht aus wie dunkle, fast schwarze Erde und stinkt nicht. „Er riecht nur nach Erde“, sagt Marita Hilt. Wenn der fertige Kompost riecht, wurde ein Fehler gemacht. Es ist dann Mist und keine Erde entstanden. Mit Auflockern und Stein- oder Knochenmehl kann man das eventuell noch einmal korrigieren. Die fertige Erde sollte locker sein. Unreifem, unfertigem Kompost sieht man übrigens noch an, was drin ist.

Der wichtigste Helfer: der Kompostwurm

Der wichtigste Nützling, der beim Kompostmachen hilft, ist der Kompostwurm, der auch einen hübschen lateinischen Namen "Eisenia fetida" hat. Im fertigen Kompost sollte der Mist- oder Stinkwurm, wie der Kompostwurm auch genannt wird, nicht mehr zu finden sein. "Wenn Sie den sehen, wissen Sie: Der Kompost ist noch nicht fertig. Den lassen wir dann noch liegen", erklärt Frau Hilt.

Ein Thema der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle am 24.04.2020.

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