Ratgeber Garten: Erntezeit

Erntezeit

mit Informationen von Renate Wanninger   04.09.2020 | 09:45 Uhr

September ist für die Meteorologen der erste Herbstmonat – und im Herbst ist Erntezeit. Und die könnte in diesem Jahr besonders üppig ausfallen. Da gilt es, beim Lagern und Haltbarmachen einiges zu beachten.

Erntezeit - das ist die Zeit die uns für die Arbeit der vergangenen Monate belohnt. Das geht jedem Hobbygärtner und jeder Hobbygärtnerin das Herz auf. So wie Christine und Wolfgang, die mitten in Saarbrücken einen üppigen Gemüsegarten angelegt haben und sich auf eine riesige Ernte freuen.

Kleiner Nachteil: Man kann nicht alles auf einmal aufessen. Deshalb gibt es hier einige Tipps, wie man die leckeren Gartenfrüchte am besten lagert oder einfach so verarbeitet, dass sie lange haltbar bleiben.


Bund Möhren (Foto: dpa)

Möhren richtig lagern
Anders sieht es mit den Möhren aus. Wolfgang Thomas hat als Kind schon bei seinem Opa gelernt, wie man die geernteten Möhren gut aufbewahren kann. Dazu nimmt er einfach eine Kiste, füllt die mit einfachem Sand und stellt sie in die Garage.


Rote Beete mit Blatt (Foto: Ursula Deeken)

Rote Beete am besten einkochen
Bei der Roten Beete bietet sich das Einkochen an. Dafür einfach nur die Rote Beete in Scheiben geschnitten mit einem Teil Wasser, einem Teil Weißweinessig, Senfkörner, Lorbeerblätter und Salz in Gläser füllen verschrauben und etwa 45 Minuten im Wasserbad einkochen. Diese Gläser lassen sich locker ein Jahr lang aufbewahren.


Nicht nur im Herbst eine Delikatesse: Kürbis (Foto: Kathi Schwarz)

Kürbis-Chutney
Von Kürbissen, die jetzt auch bald erntereif sind, kann man gut Chutneys herstellen. Dazu den Kürbis mit Zwiebeln und Knoblauch in Öl andünsten. Dann mit etwas Salz, Zucker und Pfeffer würzen, mit weißen Balsamico abschmecken und mit Wasser eindicken. Anschließend heiß in Gläser einfüllen und zuschrauben. Danach kopfüber – wie bei der Marmelade – ein paar Minuten stehen lassen- und fertig! Wem das zu viel Arbeit macht, der kann den Kürbis aber auch einige Wochen im Keller lagern.


Zwiebeln & Knoblauch

Knoblauch- und Zwiebelknollen (Foto: dpa)

Ab August werden Zwiebeln lagerfähig. Dann trocknet das Laub ein und knickt um. Es ist nicht notwendig, das Laub selbst abzuknicken. Die Zwiebeln einfach am Laub aus der Erde ziehen und noch wenige Tagetrocknen lassen. Die äußeren Zwiebelhäute trocknen hierbei ab und die Zwiebel wird haltbar. Genauso kann man es mit dem Knoblauch machen.


grüne Bohnen in einer Plastiktüte (Foto: Pixabay/ToddTrumble)

Bohnen und Kohl
Bohnen und Kohl friert Christine Thomas lieber portionsgerecht ein. Vorher den am besten kurz blanchieren. Aus dem Kohl könnte man ja Sauerkraut machen. Aber Christine Thomas ist der Meinung, dass sich das für zwei Personen nicht lohnt.


Kräuter (Foto: pixabay (CC0))

Kräuter
Thymian und Schnittlauch halten sich auch im Winter relativ gut – zumindest wenn es nicht ganz so heftige Minustemperaturen gibt. Petersilie und Oregano lassen sich aber auch gut trocknen oder auch einfrieren.


Rosenkohl (Foto: Pixabay.com)

Rosenkohl
Ganz leicht macht es einem übrigens der Rosenkohl, auch wenn der schon im Sommer viel Platz im Garten einnimmt. Die frühen Sorten lassen sich bereits im September ernten. Bei allen anderen Sorten kann man die Pflanzen ruhig stehen lassen. Der Rosenkahl ist ein typisches Wintergemüse und hält Temperaturen bis -10 Grad Celsius locker aus. Eingelagert wird der geerntete Rosenkohl wie die Möhren.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" vom 03.09.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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