Gartenerde (Foto: Pixabay.com)

Gartenerde "Terra Preta" - Top oder Flop?

Katja Preißner / Onlinefassung: Raphael Klein   07.02.2020 | 11:00 Uhr

In dem vielfältigen Sortiment an Garten- und Pflanzerden ist mittlerweile auch ein Produkt erhältlich, das als wahre Wundererde angepriesen wird. Die Rede ist von "Terra Preta". Doch was ist das eigentlich und braucht es diese besondere Erde?

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Gartenerde "Terra Preta" - Top oder Flop?
Audio [SR 3, Katja Preißner, 07.02.2020, Länge: 04:31 Min.]
Gartenerde "Terra Preta" - Top oder Flop?

"Terra Petra" ist Portugiesisch und bedeutet "Schwarze Erde". Diese Dünge-Erde geht auf eine Erfindung indigener Stämme im Amazonasgebiet zurück. Durch das Einbringen von Kohle, Kompost, Dung, Fischgräten und teils menschlichen Fäkalien wurde im Regenwald ein Boden erzeugt, der dem Ausspülen der Nährstoffe durch den beständigen Regen entgegen wirkte.

Nutzen im Garten?

"Terra Preta" wird bei uns als Erde ausgelobt, die ohne großes Nachdüngen auskommt. Das Ganze hat natürlich seinen Preis.

Den hohen Düngeffekt von "Terra Petra" brauchen wir in unserem heimischen Garten allerdings nicht unbedingt. Eine so starke Bodenausspülung durch Regen wie im Amazonasgebiet gibt es hier nicht. Heimischer Kompost aus Gartenabfällen, Laub, Rasen und Co. ist im Grunde völlig ausreichend. Zusätzlich zu einer guten Komposterde kann auch Steinmehl verwendet werden.

Ökologisch sinnvoll?

Neben dem Düngeeffekt versprechen sich viele von "Terra Preta" eine Einlagerung von Kohle und Kohlenstoff in der Erde. Ein ökologischer Vorteil? Nein, sagt der Naturschutzbund (NABU) Deutschland. Da die einzubringende Kohle erst gefördert und die Erde hergestellt und ausgeliefert werden müsse, entstünde so ein negativer CO2-Abdruck. Der positive Effekt sei deshalb in der Summe anzuzweifeln.

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Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 07.02.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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