Pflege von Gartenböden (Foto: Pixabay)

Ein gesunder Boden

Katja Preißner / Onlinefassung: Raphael Klein   23.08.2019 | 10:00 Uhr

Gärtner stehen drauf und ohne ihn wäre ja auch alles nichts: der Boden! Er ist für einen gedeihenden Garten sprichwörtlich grundlegend. Grund genug, mal zu schauen, was es da zu beachten gibt.

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Tipps für einen gesunden Gartenboden
Audio [SR 3, Katja Preißner, 23.08.2019, Länge: 03:52 Min.]
Tipps für einen gesunden Gartenboden

Tipps für einen gesunden Gartenboden

Pflege von Gartenböden (Foto: Pixabay)

Wer seinen Garten umgräbt, der stößt auch gerne mal auf Schuttreste, allerlei Wurzelwerk und Getier. Was da weg kann oder bleiben muss und was ein guter Gartenboden braucht: Hier sind einige Tipps von Maren Brennig, Gartenbauingenieurin bei der Landwirtschaftskammer.

  • Alte Schuttreste entfernen, um Stauzonen zu vermeiden. Diese können zu Wurzelfäule führen.

  • Umgraben oder oberflächlich lockern? Umgraben sollte man maximal zwei bis drei Mal im Jahr, um das Bodenleben zu erhalten. Besonders ungünstig sind sogenannte Wurzelfräsen, die das Wurzelwerk von Unkraut zerschneiden, so auch aber die Bodenflora beschädigen. Also lieber öfter mal die Wurzelballen nach unten hin auflockern - zwei Spaten tief genügt. Bei besonders festem Boden kann man auch Kompost und Spielsand mit einarbeiten.

  • Bei der Bepflanzung gilt: Ein großzügiges und nicht zu enges Loch ausheben.

Pflege von Gartenböden (Foto: Pixabay)

  • Nicht zu viel jäten und "aufräumen": Ein gesunder Boden braucht Durchwurzelung und eine möglichst durchgängige Vegetationsschicht. Das sorgt auch für eine vielfältige Bodenfauna und macht den Grund langlebiger. Hier helfen Gründüngung, Rasen oder einen hochwertigen Rindenmulch.

  • Flächenkompostierung: Wenn vom Essenmachen noch ein paar Kohlrabi-Blätter oder Möhrenabrieb übrig sind, kann man die ruhig zwischen die Stauden aufs Beet geben. Das gefällt dem Boden und vor allem den Bodenlebewesen ganz besonders gut.

  • Bodenprobe: Es bietet sich oft auch an, eine Bodenprobe von mehreren Punkten im Garten zu ziehen, um den Säuregehalt (PH-Wert) bestimmen zu lassen. Testgeräte gibt es im Gartencenter und im Internet zu kaufen. Für Laboradressen kann man sich an die Gartenakademie der Landwirtschaftskammer wenden: www.lwk-saarland.de

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 23.08.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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