Kanadische Goldrute (Foto: pixabay.com)

Kulinarische Gartentipps

Katja Preißner   23.07.2021 | 10:45 Uhr

Kräuter wie Petersilie und Dill hat fast jeder schon mal in der Küche verwendet. Aber die Natur hält weitere kulinarische Schätze bereit. Man muss sie nur erkennen und wissen, wie man die Wildkräuter richtig zubereitet. Elisabeth Ewen aus Reisbach kennt sich gut mit Wildpflanzen aus und hat SR 3-Gartenexpertin Katja Preißner ein paar Tipps verraten.

Einwander-Pflanzen wie den japanischen Riesenknöterich oder die kanadische Goldrute fürchten viele. Elisabeth Ewen hat dagegen keine Scheu.

Leckere Wildkräuter
Audio [SR 3, Katja Preißner, 23.07.2021, Länge: 04:18 Min.]
Leckere Wildkräuter

Aus den bunt leuchtenden Blüten des indischen Springkrauts zum Beispiel kocht sie Gelee. „Die Pflanze hat einen tollen Geschmack und eine tolle Farbe Pink“, schwärmt Elisabeth Ewen. Ebenso begeistert ist sie vom Tee aus der kanadischen Goldrute.

Selbstgemachter Hustensirup


Auch bei den bekannten Wildkräutern geht Elisabeth Ewen gern unbekannte Wege. Aus Spitzwegerich macht  sie Hustensirup. Dafür schneidet sie ihn klein, gibt ihn mit Zucker in ein Schraubglas und vergräbt es mehrere Monate in der Erde. Holunderrinde verwendet sie für Tee oder Tinkturen.

Es gibt aber noch Dinge, die hat selbst Elisabeth Ewen in ihrer Reisbacher Gartenküche noch nicht ausprobiert. „Dahlienknollen essen oder Kartoffelblumen verwenden, das steht als nächstes Thema bei mir an“, sagt sie.  

Suppenwürze aus Wurzelgemüse, Eis aus Löwenzahn

Löwenzahn (Foto: dpa)

Mit Suppenbrühe macht Elisabet Ewen keine Experimente – zumindest nicht mit gekaufter. Aus verschiedenen Wurzelgemüsen wie Sellerie und Topinambur stellt sie sie selbst her. Die wichtigste Zutat dafür findet sie in ihrem Garten auf der Wiese: Löwenzahn.

Aus der vielseitigen Löwenzahn-Wurzel stellt Elisabeth Ewen sogar Eis her. Dafür kocht sie Sirup aus der Wurzel und rührt ihn unter Sahne oder Joghurt. Auch die grünen Blättchen finden noch Verwendung auf dem Butterbrot.

Als Brotbelag empfiehlt die Reisbacherin außerdem Vogelmiere. Das mineralstoffreiche Kraut, das noch bis in den November üppig im Garten wächst, empfiehlt sie auch als Würze für den Salat. Damit sie lange Verwendung für Blätter und Blüten hat, trocknet Elisabeth Ewen sie im Gartenhäuschen auf Gittern.

Ein Thema in der Sendung "Bunte Funkminuten" am 23.07.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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