Immer mehr Kinder leiden an Kreidezähnen

Immer mehr Kinder leiden an Kreidezähnen

  15.02.2021 | 11:45 Uhr

Bundesweit leiden über acht Prozent aller Kinder im Altern zwischen sechs und neun Jahren an Kreidezähnen. Im Saarland sind es sogar fast doppelt so viele. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Krankenkasse Barmer. Doch was sind eigntlich Kreidezähne, wo kommen sie her und was kann man tun?

Rund 230.000 Kinder zwischen sechs und neun Jahren sind bundesweit wegen Kreidezähnen in Behandlung. Bei Kreidezähnen ist die Bildung des Zahnschmelzes gestört. Die Zähne verfärben sich, werden porös und es können sogar einzelne Stücke abbrechen. Meistens sind die ersten bleibenden Backenzähne und die Frontzähne betroffen, die Erkrankung kann aber auch schon bei Milchzähnen auftreten.

Kreidezähne können auch durchaus schmerzhaft sein. Manche Kinder hätten sogar Schmerzen beim Zähneputzen, sagt die Zahnärztin Petra Brunke.

Ursache unklar

Wie Kreidezähne entstehen, ist derzeit noch unklar, aber es gebe zahlreiche Vermutungen, sagt Brunke: Infektionen in der Schwangerschaft, Erkrankungen und die Einnahme von Antibiotika in der frühen Kindheit und auch Umweltgifte wie der Kunststoffweichmacher wie Bisphenol A könnten eine Rolle spielen. Belege dafür gibt es jedoch nicht.

Unklar ist ebenfalls, warum die Kreidezähne in manchen Bundesländern häufiger auftreten als in anderen. So haben im Saarland etwa 9,3 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen Kreidezähne. Mehr Fälle gibt es nur in Nordrhein-Westfalen mit einer Quote von 10,2 Prozent. Den kleinsten Anteil hat Hamburg mit 5,5 Prozent.

Die Behandlung

Wer bei seinem Kind einen Kreidezahn entdeckt, sollte auf jeden Fall einen Zahnarzt aufsuchen, denn der betroffene Zahn muss behandelt werden.

Ein Thema in den "Bunten Funnkminuten" am 15.02.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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