Japankäfer (Foto: IMAGO/imagebroker)

Wie Sie den Japankäfer erkennen, falls er Ihnen begegnet

Interview: Eberhard Schilling/Dr. Tobias Hartmann   18.08.2021 | 10:40 Uhr

Ende Juli 2021 wurde ein Exemplar des Japankäfers im Grenzbereich zu Baden-Württemberg nachgewiesen. Mittlerweile könnte er auch im Saarland sein, deshalb ist das Umweltministerium nun in Habachtstellung und bittet um Mithilfe. Hier finden Sie Informationen, was zu tun ist, wenn Sie diesen Schädling bei uns entdecken und wie Sie ihn zunächst mal erkennen.

Wie man den Japankäfer erkennt und was zu tun ist, wenn man den Schädling entdeckt
Audio [SR 3, Eberhard Schilling im Gespräch mit Dr. Tobias Hartmann, 18.08.2021, Länge: 07:08 Min.]
Wie man den Japankäfer erkennt und was zu tun ist, wenn man den Schädling entdeckt

In Basel, im Grenzbereich zu Baden-Württemberg, wurde er schon entdeckt und vor allem sind die landwirtschaftlichen Schäden, die er anrichtet, gesehen worden. Dr. Tobias Hartmann von der Saarländischen Landwirtschaftskammer erklärt, dass der Käfer vermutlich als blinder Passagier des Warentransports von einem Befallsgebiet am Lago Maggiore verschleppt wurde.

Ein Alarm in Wolfersheim entpuppte sich als Fehlmeldung. Trotzdem: Das Umweltministerium ist in Habachtstellung, denn wenn Japankäfer ausgewachsen sind, können sie wegen ihrer großen Gefräßigkeit für erheblichen wirtschaftlichen Schaden sorgen – insbesondere an Apfel- und Steinobstbäumen, Erdbeeren, Garten- und Sojabohnen, Mais, Weinreben, Rosen, aber auch vielen anderen Strauch- und Baumarten.

Wie erkennt man den Japankäfer?

Erst mal mahnt Dr. Tobias Hartmann dazu, Ruhe zu bewahren, wenn man meint, einen solchen Schädling entdeckt zu haben. Es gebe hohe Möglichkeiten der Verwechslungsgefahr mit anderen Käfern in Deutschland wie zum Beispiel mit dem Gartenlaubkäfer.

Erwachsene Japankäfer sind etwa 1 cm groß. Deutlich erkennbar ist er auch an fünf weißen Haarbüscheln an jeder Hinterleibsseite und zwei weißen Haarbüscheln am letzten Abdominalsegment, erklärt Dr. Tobias Hartmann.

Was tun, wenn man den Japankäfer entdeckt?

Um im Falle eines bestätigten Auftretens notwendige Maßnahmen einleiten zu können, rufen die Landwirtschaftskammer für das Saarland und das Ministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz dazu auf, den Pflanzenschutzdienst für das Saarland zu unterstützen und verdächtige Käfer umgehend zu melden.

Der Meldung sollte geeignetes Bildmaterial beigefügt werden, damit die Betsimmung leichter fällt. Außerdem soll der Fundort möglichst genau beschrieben werden, um eine Nachverfolgung zu ermöglichen. Wer die Möglichkeit hat, sollte den Käfer einfangen und sicher aufbewahren.

Kontakt:

Sabine Gebhard (Pflanzenschutzdienst)
Landwirtschaftskammer für das Saarland
sabine.gebhard@lwk-saarland.de
Tel: 06826 82895 47

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 18.08.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja