Frau putzt sich die Nase (Foto: dpa)

Grippewelle - wie schützen?

Frank Hofmann im Gespräch mit dem Virologen Dr. Jürgen Rissland / Onlinefassung: Raphael Klein   26.01.2019 | 09:00 Uhr

Alle Jahre wieder kommt sie: die Grippewelle. Im letzten Jahr hat uns die Grippe so heftig wie seit zehn Jahren nicht mehr erwischt. Wird es in diesem Jahr genauso schlimm und wie kann man sich schützen? Darüber spricht im SR-Interview der Virologe Dr. Jürgen Rissland.

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Grippewelle - wie schützen? Interview mit dem Virologen Dr. Rissland
Audio [SR 3, Interview: Frank Hofmann / Dr. Jürgen Rissland, 26.01.2019, Länge: 03:07 Min.]
Grippewelle - wie schützen? Interview mit dem Virologen Dr. Rissland

Noch zeichne sich nicht ab, wie stark die diesjährige Grippewelle verlaufen könnte, sagt der Virologe Dr. Jürgen Rissland. Allerdings sei man dieses Jahr mit dem Vierfach-Impfstoff besser aufgestellt als noch ein Jahr zuvor, als man vor allem den mit drei Virusanteilen versehen Grippeimpfstoff eingesetzt habe. Ebenso belegten Zahlen der kassenärztlichen Vereinigung, dass sich in diesem Jahr mehr Menschen impfen ließen.

Jetzt noch impfen?

Das bedeute aber auch, dass der Grippeimpfstoff zur Zeit knapp geworden sei. Wer sich also jetzt noch impfen lassen wolle, sollte am besten vorher bei seinem Hausarzt nachfragen, ob er Impfstoff vorrätig habe, rät Rissland.

Grippe oder nur erkältet?

Wie aber erkennt man, dass man an einer Grippe, also einer Virus-Erkankung und nicht an einer "normale" Erkältung erkrankt ist? Spontan hohes Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen - das können Anzeichen einer Grippe-Erkankung sein. Das treffe allerdings nur auf ein Drittel der Fälle zu, warnt der Virologe: In je einem weiteren Drittel zeigten sich entweder nur sehr milde oder sogar gar keine Symptome. Das mache auch die Unterscheidung zu anderen Krankheitsbildern und anderen Viren so schwierig, so Rissland.

Verbreitung vorbeugen

Wenn es dann möglicherweise schon zu spät ist mit dem Schutz vor einer Grippe, man sich also erkältet bzw. grippig fühlt, so gibt es Möglichkeiten, wenigstens die Verbreitung der Erreger einzudämmen. Ein Tipp des Virologen: In den Ellenbogen und nicht in die Hände nießen! Dort werden die Tröpfchen gebunden und eine Übertragung über die Hände vermieden.

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Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" vom 26.01.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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