Eine Frau mit Schal und Decke hält eine Teetasse in Händen (Foto: dpa/Ole Spata)

Von Bauchkrämpfen bis Hitzewallungen

Mit Informationen von Lena Schmidtke   31.10.2022 | 11:00 Uhr

Die Hormonschwankungen während der Periode und dann auch während der Wechseljahre sind für viele Frauen eine große Belastung. Das Spektrum reicht von Reizbarkeit über Hitzewallungen bis hin zu Heißhungerattacken. Was hilft dagegen? Wir haben nachgefragt.

Im Körper der Frauen geht es teilweise ganz schön rund: wenn die Hormone in Wallung geraten, kann das ziemlich belastend sein. Die Eine steckt es besser weg, während die Andere sich am liebsten im Bett verkriechen würde. Woran liegt das und was kann man dagegen tun?

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Gesundheit: Diese verflixten Hormonschwankungen
Audio [SR 3, Steffani Balle, 31.10.2022, Länge: 02:22 Min.]
Gesundheit: Diese verflixten Hormonschwankungen

Hormonschwankungen gehören zum Leben einer Frau. Und sie machen den Frauen das Leben nicht gerade einfach. Mit dem Beginn der Fruchtbarkeit beginnt auch das Auf und Ab der Hormone und zwar Monat für Monat. Und wenn die Phase der Fruchtbarkeit zu Ende geht, beginnen die Hormonschwankungen der Wechseljahre. Und mit diesen sind häufig auch massive Beschwerden verbunden.

Einsatz von Hormonen

Menschen sind unterschiedlich und deshalb braucht es auch unterschiedliche Behandlungsstrategien, sagt der Frauenarzt Markus Breitenbach. Der Klassiker bei Menstruationsbeschwerden ist die Pille. Sie hält den Hormonhaushalt auf einem ungefähr gleichen Level und verhindert große Schwankungen - und wirkt dadurch auch als Verhütungsmittel.

Für Frauen in den Wechseljahren gibt es die Möglichkeit der Hormonersatztherapie. „Die Präparate sind den natürlichen Hormonen sehr ähnlich mit Estradiolvalerat und Gelbkörperhormonen u.a.", sagt Dr. Breitenbach. Je nachdem, wie groß die Beschwerden sind, gebe es aber auch pflanzliche Medikamente wie die Traubensilberkerze oder die Sibirische Rhababerwurzel.

Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen

Frauen, die an Hitzewallungen leiden, sollte auf ihre Ernährung achten. „Alkohol und Kaffee etwa fördern Hitze. Die sollte man dann reduzieren", sagt der Frauenarzt.

Wer mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen hat, könne im Notfall zu einem leichten Antidepressivum greifen das Reizzustände ausgleiche und zudem schlaffördernd wirke. Alternativ könne man aber auch Entspannungstechniken einsetzen.

Gut zu wissen: Ich leide nicht allein

Generell gilt: Ein Patentrezept für Menstruationsbeschwerden und Beschwerden in den Wechseljahren gibt es nicht. Aber häufig helfe der Austausch mit anderen, sagt Breitenbach. Das habe eine entlastende Funktion zu wissen, dass es anderen auch so gehe wie einem selbst.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 31.10.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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