Nahaufnahme eines Melanoms (schwarzer Hautkrebs) (Foto: dpa)

Hautkrebs - Risiken und Vorsorge

Steffani Balle   05.08.2019 | 11:45 Uhr

Der Blick auf die Statistik zeigt, dass sich allein in den vergangenen 20 Jahren die Zahl der jährlichen Hautkrebs-Neuerkrankungen im Saarland verdreifacht hat. Ein Faktor sind die vielen Außenaktivitäten, bei denen man sich den Sonnenstrahlen vermehrt aussetzt.

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Hautkrebs - Risiken und Vorsorge
Audio [SR 3, Steffani Balle, 05.08.2019, Länge: 04:50 Min.]
Hautkrebs - Risiken und Vorsorge

Der Sommer lockt nach draußen. Aber wer seine Haut nicht ausreichend schützt, riskiert Hautkrebs. Seit Ende der 70er Jahre steige die Zahl der Hautkrebserkrankungen an, sagt Claudia Pföhler, Oberärztin an der Homburger Hautklinik. Dazu beigetragen habe vermutlich das veränderte Freizeitverhalten.

Die Hautkrebs-Vorsorge

Der beste Schutz: Eincremen. Menschen mit heller Haut rät die Hautärzting, zumindest am Anfang Cremes mit Sonnenschutz-Faktor 50 zu verwenden. Und das sollten auch alle, unabhängig vom Hauttyp, die Urlaub in sonnenintensiven Ländern machen. Wichtig sei dabei , dass die Sonnenschutzmittel sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen blocken.

Grundsätzlich sei eine leichte Bräune gut, sagt die Ärztin. "Wenn man sich durch das natürliche Sonnenlicht bräunt, hat man eine Lichtschwiele entwickelt, das heißt, man ist tatsächlich in Maßen geschützt." Diesen Schutz gebe es übrigens nicht, wenn die Bräune aus dem Solarium stamme.

Vorsorge-Untersuchung

Außer regelmäßigem Eincremen mit vernünftigem Sonnenschutz- Faktor sollte man auf Nummer sicher gehen: Alle zwei Jahre zahlt die Krankenkasse eine Vorsorge-Untersuchung für Menschen ab 35. Und diese Hautkrebsvorsorge ist eine Ganzkörpervorsorge. Die gesamte Körperhaut und auch die Nägel werden angeschaut und auch die Leberflecke werden gezählt. "Wir wissen, dass die Zahl der Leberflecke mit einem ansteigenden Risiko für schwarzen Hautkrebs korreliert", sagt Dr. Pföhler.

Wer beobachtet, dass ein Leberfleck sich verändert, dunkler wird, eine Wölbung ausbildet oder sich vergrößert, sollte einen Hautarzt aufsuchen, denn je früher ein Melanom entdeckt wird, um so besser. Wenn der schwarze Hautkrebs frühzeitig entdeckt wird, ist er gut heilbar. Das zeigen auch die Zahlen im Krebsregiser. Während sich die Neuerkrankungen in den letzten 20 Jahren verdreifacht haben, hat sich die Zahl der an Hautkrebs Verstorbenen nicht erhöht.

Die Therapien

Die Therapien haben sich im Grunde wenig verändert. Hautkrebs werde in der Regel durch Herausschneiden entfernt, sagt die Hautärztin. "Oberflächliche Frühformen können auch mit bestimmten Cremes, mit Laser oder Stickstoff-Kältetherapie angegangen werden."

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 05.08.2019 auf SR 3 Saarlandwelle

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