Gartenzaun (Foto: Pixababy/CC0)

Welcher Zaun darf es denn sein?

Hilfe für den Bau eines Gartenzauns

mit Informationen von Renate Wanninger   18.03.2022 | 09:55 Uhr

Das Thema "Gartenzaun" ist eine Wissenschaft für sich. Mittlerweile gibt es so viele Angebote, dass man als Laie leicht den Überblick verlieren kann. Wir haben mit einem Experten gesprochen, worauf Sie beim Gartenzaunbau achten müssen.

Früher war die Auswahl an Gartenzäunen recht überschaubar. Maschendrahtzaun oder Jägerzaun. Heute sieht das etwas anders aus. Wer sich einen neuen Gartenzaun zulegen will, wird von den Angeboten und Möglichkeiten fast erschlagen. Bevor man sich entscheidet, sollte man deshalb erst einmal ein paar grundlegende Dinge für sich klären.

Ratgeber: Wie baue ich einen Gartenzaun?
Audio [SR 3, Renate Wanninger (c) SR, 18.03.2022, Länge: 05:01 Min.]
Ratgeber: Wie baue ich einen Gartenzaun?

Wozu soll der Zaun da sein?

Gabione, Lattenzaun, Kreuzzaun, Palisadenzaun, Bohlenzaun, Weidengeflechtzaun, Maschendrahtzaun, Doppelstabmattenzaun, WPC- Sichtschutzzaun – wer soll da noch durchblicken? Landschaftsgärtner Claus Günter empfiehlt, sich erst einmal Gedanken darüber zu machen, was man mit dem Zaun bezweckt. "Will ich einen Sichtschutz schaffen? Will ich nur eine Abgrenzung zu meinem Nachbarn haben? Will ich einen Zaun, damit mein Hund nicht wegläuft?"

Eckdaten und Vorschriften vorab klären

Der nächste Punkt: Aus welchem Material soll bzw. darf der Zaun sein? In einigen Wohngebieten sind beispielsweise nur bestimmte Zäune zugelassen wie Metall- oder Holzzaun. Das sollte man auf jeden Fall vorher abklären.

Ebenso wichtig: Wie hoch soll der Zaun sein? Auch für die Zaunhöhe kann es Vorschriften geben, die man vorher erfragen sollte. Und auf jeden Fall sollte man mit den angrenzenden Nachbarn reden. So kann man schon im Vorfeld möglichen Ärger vermeiden.

Selbst bauen oder den Fachmann ran lassen?

 (Foto: SR)

Es kommt natürlich immer auf den Zaun an, wie aufwendig der Bau dann wird. Stabil sollte er auf jeden Fall sein, sonst kommt der nächste Sturm und der Zaun ist schon wieder Geschichte. Besonders bei hohen Zäunen, die Sichtschutz bieten sollen, kann es ein bisschen komplizierter werden.

Ein gutes Fundament ist wichtig

Bei Metallzäunen sollte auf jeden Fall Beton für die Pfeiler mit eingeplant werden. Das gilt auch für Holzzäune, die eine gewisse Höhe haben. Hierzu verwendet man Hülsen wie den Pfostenschuh, die einbetoniert werden. "Das sind Fundamente, die ca. 40 bis 50 Zentimeter tief ausgehoben, mit einem Locheisen und dann mit Beton gefüllt werden und darin werden dann die Hülsen reingesteckt", so Fachmann Claus Günther. Es gibt auch Fertighülsen, die man einschlagen kann, dann sollte der Zaun aber nicht höher als einen Meter sein, so Günther. Die Pfosten oder Hülsen sollten etwa zwei Meter auseinander stehen - passend zu den Maßen der Zaun-Elemente.

Wildschweinschutz

Standfestigkeit ist auch ein Thema, wenn die Wildschweine Sie öfter mal besuchen kommen. Um die wirklich abhalten zu können, sollte man Doppelstabgitterzäune verwenden. Die sind stabil, und die Pfosten werden einbetoniert – die hebeln auch die Schweine nicht mehr aus.

Zäune grün gestalten

Wem die Zaunelemente zu steril sind, der kann seinen Zaun auch einfach begrünen. Ob mit Efeu, Clematis oder Geißblatt: Kletterpflanzen machen den Zaun lebendig.

Der Zaun als Visitenkarte

Für welchen Zaun auch immer man sich entscheidet - er ist quasi auch eine Visitenkarte. Er sollte zum Rest des Gartens und zum Haus passen. Denn schließllich prägt er das Erscheinungsbild eines gesamten Grundstückes.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 18.03.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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