Zwei junge Mädchen telefonieren mit ihren Mobiltelefonen (Foto: dpa)

Was ist dran an der Strahlenbelastung durch Handys?

Felix Schneider   26.09.2019 | 09:45 Uhr

Das Handy ist immer dabei, in der Hosentasche, der Jackentasche, der Handtasche und ständig haben wir es in Gebrauch. Nicht wenige stellen sich deshalb die Frage, ob die Strahlung unseres täglichen Begleiters vielleicht gesundheitsgefährdend sein könnte. Die Stiftung Warentest hat die aktuellen Studien dazu unter die Lupe genommen.

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Was ist dran an der Strahlenbelastung durch Handys?
Audio [SR 3, Felix Schneider, 26.09.2019, Länge: 02:57 Min.]
Was ist dran an der Strahlenbelastung durch Handys?
Die Stiftung Warentest hat die aktuellen Studien zu Auswirkungen von Handystrahlung unter die Lupe genommen. SR-Reporter Felix Schneider fasst die Ergebnisse zusammen.

Über 95 Prozent der Strahlung, die das menschliche Gehirn abbekommt, stammt aus „körpernahen Quellen“. Die häufigste Quelle ist dabei das Handy am Ohr. Studien zeigen, dass bei der Handynutzung geltende Grenzwerte nicht ansatzweise erreicht werden. Die Strahlung der Handys liegt weit darunter.

Wer dennoch die Strahlenbelastung im Alltag reduzieren wolle, der sollte am besten beim eigenen Handy anfangen, sagt Michael Wolf von der Stiftung Warentest. Man könne zum Beispiel zum Telefonieren ein Headset benutzen statt das Handy direkt ans Ohr zu halten.

Besonders viel strahlt das Handy, wenn nur wenige Empfangsbalken zu sehen sind. Hier muss das Telefon deutlich mehr arbeiten, also Strahlung abgeben, um ein Gespräch aufzubauen. Die Sender im Handy arbeiten nämlich intelligent: Bei gutem Empfang ist weniger Sendeleistung vom Handy erforderlich, bei schlechtem Empfang deutlich mehr.

Die Tipps auf einen Blick

  • An Orten mit schlechtem Empfang, besser kurz oder gar nicht telefonieren
  • Telefonate möglichst kurz halten
  • Textnachrichten als Alternative nutzen
  • bei längeren Telefonaten Headset benutzen
  • das Festnetz als erste Wahl verwenden
  • einfach mal das Handy ausschalten oder in den Flugmodus setzen

Grundsätzlich sollte man bei Kindern darauf achten, dass sie ihr Handy nicht dauerhaft nutzen - nicht zuletzt, weil für sie vergleichsweise wenige Studien vorliegen. Summa sumarum lautet das Fazit der Stiftung Warentest aber: kein Grund zur Sorge – auch nicht mit 5G.

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