Bartagame (Foto: dpa)

Haltung exotischer Haustiere

Christian Ignatzi   26.02.2019 | 09:45 Uhr

Des einen Hund, des anderen Bartagame. Exotische Haustiere liegen im Trend. Doch bevor man sich für einen Exoten als neuen Mitbewohner entscheidet, sollte man einige grundlegende Dinge beachten.

Zu Besuch bei einer Frettchenfamilie
Audio [SR 3, Christian Ignazi, 26.02.2019, Länge: 02:22 Min.]
Zu Besuch bei einer Frettchenfamilie
In Niederlinxweiler lebt eine sechsköpfige Frettchenfamilie. SR-Reporter Christian Ignatzi hat die wuseligen kleine Raubtiere und ihren Halter Martin besucht und sich beschreiben lassen, wie das Leben mit einem domestizierten Iltis so ist.

Hund und Katze sind zwar immer noch die mit Abstand beliebtesten Haustiere, aber es gibt auch den Trend, zuhause ein exotische Tier zu halten. Und immer wieder hört man von skurrilen Fällen geschmuggelter Fische, Echsen oder Schildkröten. Welche Tiere man zu Hause halten darf und welche nicht, das wird von jedem Bundesland selbst geregelt.

Wer sich dafür entscheidet, sich ein besonderes Haustier zuzulegen, der sollte einige Punkte im Auge behalten, sagt der saarländische Tierschutzbeauftragte Hans-Friedrich Willimzik.

Punkt eins: Beim Kauf darauf achten, dass es sich nicht um eine bedrohte Tierart handelt.

Punkt zwei: Es dürfen keine Wildfänge gekauft werden. Wenn es schon ein Exote sein muss, dann nur aus einer Nachzucht aus dem Inland und über diese Nachzucht sollte man sich auch einen Beleg aushändigen lassen, rät der Tierschutzbeauftragte.

Punkt drei: Manche exotische Tiere können gefährlich bzw. giftig sein, deshalb sollten sie als Haustier tabu sein.

Damit Tierliebe nicht zu Tierleid wird

Die artegrechte Haltung exotischer Tiere ist oftmals keine einfache Sache. Bevor man sich für einen Exoten entscheidet, sollte man sich deshalb auf keinen Fall nur nach dem Aussehen richten, sondern sich vorab ausführlich über die Tierart informieren. Ob Fische, Echsen, Agamen oder Vögel - jedes Tier hat ganz besondere Ansprüche - und es kann mitunter richtig ins Geld gehen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Artgerechte Haltung ist aber die Grundvoraussetzung, damit Tierliebe nicht zu Tierleid wird.

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 26.02.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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