Waschmaschine Frontlader (Foto: Pixabay/stevepb)

Tipps für den Kauf gebrauchter Haushaltsgeräte

Sarah Sassou   04.11.2020 | 09:40 Uhr

Wenn Waschmaschine, Kühlschrank oder Spülmaschine irreparabel kaputt gehen, wird die Neuanschaffung meist teuer. Gebrauchte Haushaltsgeräte sind im Vergleich dazu eine günstigere Variante – zumindest auf den ersten Blick.

Auf Energieeffizienz achten

Aus Sicht der Nachhaltigkeit sind gebrauchte Geräte meist eine gute Sache – vorausgesetzt die Energieeffizienz stimmt, darauf weisen Energieberater hin. Deswegen sollte man keine Haushaltsgeräte unterhalb der Kategorie A+ kaufen.

Ab dieser Kategorie lohnt es sich, die Geräte zu nutzen, bis sie nicht mehr funktionieren, hat das Öko-Institut e.V. bei einer Untersuchung herausgefunden. Bei Geräten, die tiefer eingestuft sind, also Energieeffizienzklasse B, C oder D hat, kann es Sinn machen, sie gegen ein neue auszutauschen.

Geräte selber prüfen

Angeboten werden solche Geräte meist im Internet auf Verkaufsportalen. Dort sind sowohl private als auch gewerbliche Verkäufer aktiv. Hat man dort nun ein interessantes Gerät entdeckt, sollte man es auf jeden Fall vor Ort in Augenschein nehmen, rät Elif Tanto von Verbraucherzentrale des Saarlandes. „Denn auf Fotos erkennt man nicht, ob die Dichtung an einem Kühlschrank intakt ist oder nicht. Ist sie defekt, hat das Gerät natürlich nicht den angegebenen Energieeffizienzstandard und die finanzielle Ersparnis der Anschaffung fließt in die Stromrechnung.“

Gewährleistung – bei Profis ein Muss

Unterscheiden müssen Käufer auch, ob sie von privat oder bei einem professionellen Händler kaufen. Profis müssen den Kunden eine Gewährleistung auf die Ware geben. „Das ist gesetzlich so vorgeschrieben und sie beträgt mindestens ein Jahr“, erklärt Elif Tanto. Wenn das Gerät also nicht funktioniert oder kaputt geht, muss der Händler den Schaden beheben.

Mängel nicht verschweigen

Für Privatverkäufer gilt diese Gewährleistungsverpflichtung nicht. Aber Mängel dürfen nicht verschwiegen werden. Um Probleme zu vermeiden, sollte man sich den Kaufbeleg zeigen lassen und überprüfen, ob das Gerät auch tatsächlich funktioniert. Wichtig bei Geräten wie Wasch- oder Spülmaschine: Die Betriebsstunden. Denn je häufiger ein Gerät im Gebrauch ist, umso höher ist der Verschleiß. Das mache den Vergleich unter mehreren gebrauchten Geräten schwierig, sagt Elif Tanto: „Eine Waschmaschine, die bei einer Großfamilie im Einsatz war, ist nach einem Jahr natürlich deutlich abgenutzter als ein Gerät in einem Singlehaushalt.“ Eine Faustregel, welcher Preis für ein gebrauchtes Haushaltsgerät im Vergleich zu einem fabrikneuen angemessen ist, gibt es deswegen nicht.

Garantieunterlagen nicht vergessen

Ist auf einem Gerät noch die Garantie des Herstellers, dann geht die auch bei gebrauchten Geräten an den nächsten Eigentümer weiter. Deswegen solle man sich mit dem gekauften Gerät auch die Garantieunterlagen aushändigen lassen. „Allerdings machen manche Hersteller auch die Einschränkung, dass die Garantie beim Weiterverkauf erlischt“, sagt Verbraucherschützerin Tanto.

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