Foto: picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa

Grippewelle - wie schützen?

  12.02.2019 | 08:52 Uhr

Alle Jahre wieder kommt sie: die Grippewelle. Im letzten Jahr hat uns die Grippe so heftig wie seit zehn Jahren nicht mehr erwischt. Wird es in diesem Jahr genauso schlimm und wie kann man sich schützen?

Luftbefeuchter, Nasenspray und andere Hausmittelchen
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Luftbefeuchter, Nasenspray und andere Hausmittelchen
Diese und die nächsten beiden Wochen werden sich vermutlich etliche Menschen mit Grippe infizieren, wenn es genau so ist wie in den vergangenen beiden Jahren. Voriges Jahr hat es besonders viele Menschen erwischt, dieses Jahr wohl dank des neuen Vierfach- Grippe- Impfstoffes, deutlich weniger. Das sagen zumindest die Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Was aber macht uns eigentlich anfällig für Grippeviren? Und welche Gegenmaßnahmen helfen? SR-Reporterin Steffani Balle hat nachgefragt.

Gab es in der zweiten Kalenderwoche rund 1500 bestätigte Grippefälle in Deutschland, waren es laut dem Robert Koch-Institut in der Woche darauf schon 2500. Auch im Saarland ist die Zahl der diagnostizierten Influenzainfektionen im gleichen Zeitraum von 30 auf knapp 90 angestiegen. Die Grippewelle in Deutschland hat begonnen. Die Zahlen werden wahrscheinlich noch weiter ansteigen.

Grippe oder Erkältung?

Gibt es das gefürchtete "Erkältungswetter" wirklich?
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Gibt es das gefürchtete "Erkältungswetter" wirklich?
Im Moment ist die Grippe wieder auf dem Vormarsch. Überall wird geschnieft und viele meinen, das läge am "Erkältungswetter". Aber gibt es so ein Wetter wirklich? SR-Moderator hat Wetterexperte Tim Staeger gesprochen.

Während ein grippaler Infekt meist harmlos verläuft, ist die durch Influenzaviren ausgelöste echte Grippe eine ernsthafte Erkrankung. Charakteristisch ist der plötzliche Beginn. Man fühlt sich "von jetzt auf gleich" richtig krank. Zu den Symptomen gehören Abgeschlagenheit, Muskelschwäche und hohe Temperatur. Auch Schwindel, Kopf- und Gliederschmerzen können hinzukommen. Schnupfen und Husten treten bei einer Grippe verzögert ein.

Schutz vor Ansteckung

Eine Impfung bietet den wirksamsten Schutz gegen Influenza. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut unter anderem für chronisch kranke Kinder empfohlen und sollte vorzugsweise in den Monaten Oktober und November durchgeführt werden. Aber auch jetzt macht es noch Sinn, sich impfen zu lassen. Der Grippe-Impfstoff ist nach wie vor knapp, aber nach Aussage der Kassenärztlichen Vereinigung des Saarlandes kann er nachgeliefert werden. Am besten vorher mit dem Hausarzt sprechen.

Tipps zur Vorbeugung

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist in der kalten Jahreszeit besonders wichtig. Auch auf Händeschütteln und Umarmungen sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, ebenso wie auf die gemeinsame Nutzung eines Handtuchs. Um den Körper widerstandsfähig zu machen, raten die Experten zu einer gesunden Ernährung und regelmäßigem Ausdauersport.

Ratgeber
Grippewelle hat begonnen
Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen: Die Grippewelle in Deutschland hat laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) begonnen. Auch im Saarland ist die Zahl der Influenza-Erkrankungen in den vergangenen beiden Wochen stark angestiegen. Die Kassenärztliche Vereinigung gibt Tipps, wie man sich vor dem Grippevirus schützen kann.

Über dieses Thema wurde auch in SR 3-Guten Morgen am 12.02.19 berichtet.

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