Friedhofsbesucherin bei der Grabpflege (Foto: picture alliance/dpa)

"So ein Grabstein darf ruhig mit Moos bewachsen sein"

mit Informationen von Katja Preißner   25.10.2019 | 09:33 Uhr

Am 1. November zieht es wieder viele auf den Friedhof. Und da sind die Dinge ja schon seit einiger Zeit im Umbruch. Immer mehr Urnengräber, immer mehr Baumgräber, aber es gibt auch noch klassisch zu bepflanzende Ruhestätten.

"Früher hat man mehr Koniferen gepflanzt, heute ist die Auswahl vielfältiger, da gibt es zum Beispiel den japanischen Fächerahorn", sagt Friedhofsgärtner Helmut Fries. Auch ein komplettes Grab mit Stauden zu bepflanzen hat seinen Reiz, denn dann hat man immer irgendetwas Blühendes.

Der Ausbildungsmeister des Saarbrücker Friedhofsbezirks Ost lehrt immer noch die klassische Aufteilung: "Von der Gesamtfläche des Grabes sollten 60 Prozent Flächenbepflanzung sein, zum Beispiel Stauden, 20 Prozent größere Gehölze wie Wacholder und den Rest dann mit Wechselbepflanzungen". Das sind zum Beispiel Stiefmütterchen oder Veilchen.

Keine grellen Farben

Von grellen Farben rät Helmut Fries aber ab. Beruhigendere Blütenfarben am Grab seien doch eher angebracht. Auch für den Grabstein hat er einen Tipp: "Mein alter Friedhofsmeister hat immer gesagt: Der Grabstein ist ein Sinnbild für Vergänglichkeit, der kann ruhig mit Moos oder Efeu zuwachsen. Nur die Schrift sollte man noch lesen können."

Audio

Grabpflege: Heute gibt es eine große Auswahl
[SR 3, (c) SR/Katja Preißner, 25.10.2019, Länge: 05:16 Min.]
Grabpflege: Heute gibt es eine große Auswahl
SR-Reporterin Katja Preißner war mit Friedhofsgärtner Helmut Fries unterwegs.

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" auf SR3 Saarlandwelle am 25.10.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja