FFP2-Masken: Was man wissen sollte

Was man über FFP2-Masken wissen sollte

Lisa Krauser   18.01.2021 | 11:45 Uhr

In Bayern sind FFP2-Masken Pflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Im Saarland gibt es keine solche Plicht, aber auch hier werden FFP2-Masken immer beliebter. Aber sie haben auch ihren Preis - zwischen zwei und sechs Euro kosten sie. Deshalb verwenden viele sie mehrfach. Doch was sollte man dabei beachten und wie sinnvoll sind diese Masken im Alltag?

Entscheidend ist: der richtige Sitz

FFP2-Masken sind besonders sicher, denn sie filtern 94 Prozent der Partikel aus der Luft. Prof. Barbara Gärtner, Leiterin der Krankenhaushygiene an der Uniklinik Homburg, sieht eine Alltagsnutzung der Maske jedoch kritisch. Eine FFP2-Maske habe nur dann wirklich einen hohen Schutzwert, wenn man sie richtig trage. Dazu müsse sie extrem eng anliegen.

In der medizinischen Anwendung im Krankenhaus werden sie auch so getragen, in der alltäglichen Anwendung sei das aber oft nicht der Fall. "Wenn man unter einer FFP2-Maske ganz normal gut atmen kann und sie locker sitzt, dann hat sie sicher nicht mehr Wirkung als ein ganz normaler Mund-Nasen-Schutz auch", sagt Gärtner.

FFP2-Masken schränken Atmung ein

Wer sich also besonderen Schutz von einer FFP2-Maske verspricht, der sollte auf jeden Fall darauf achten, dass sie richtig sitzt. Dann gilt aber wegen der eingeschränkten Atmung: Maximal 75 Minuten am Stück tragen. Und man sollte die Maske nicht direkt anfassen, sondern nur an den Gummis. Das mindert das Risiko, mit Viren in Berührung zu kommen.

Wiederverwendung

Auch beim Wiederverwenden gibt es einiges zu beachten. Grundsätzlich gilt: FFP2-Masken sind Einwegprodukte. Wenn man richtig damit umgeht, müsse man sie im Privatgebrauch aber nicht nach einmaligem Tragen wegwerfen, so Professorin Gärtner. Wichtig sei, dass die Maske zwischendurch gut trockne. Dazu könne man sie beispielsweise auf eine Leine hängen - und zwar in einem trockenen Raum. Wichtig sei zudem, das sie gut durchlüftet werde. Keinesfalls sollte man sie in eine Box legen, denn durch die Feuchtigkeit, die die Maske aufgenommen habe, bestehe die Gefahr, dass sich Schimmel bilde.

Damit der Großteil der Viren stirbt, muss eine FFP2-Maske laut einer Studie der Fachhochschule Münster mindestens sieben Tage an der Luft trocknen. So lange muss man nach Ansicht von Prof. Gärtner nicht warten.

Wer die Viren schnell abtöten will, kann das mit der Backofen-Methode tun. Die wurde in einer Studie der Uni Münster getestet und für gut befunden: Dazu kommt die Maske, nachdem sie vorher schon luftgetrocknet wurde, bei exakt 80 Grad für eine Stunde in den Ofen bei Ober-Unterhitze.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 18.01.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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