Schlaflosigkeit (Foto: Michaela Begsteiger/dpa-Reportdienste)

Saarländer schlafen besonders schlecht - Was man tun kann

Interview: Nadine Thielen   24.11.2022 | 09:00 Uhr

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH schlafen die Saarländerinnnen und Saarländer im Bundesvergleich besonders schlecht ein. Hauptursache für Einschlafprobleme seien Sorgen und Grübeleien, sagt Schlafforscherin Christine Blume. Doch es gibt weitere Faktoren, die das Einschlafen negativ beeinflussen.

Ein bis zwei Nächte könne man Schlafprobleme noch weg stecken, sagt Christine Blume, Schlafforscherin an der Uni Basel. "Ab drei Nächten merkt man das dann schon." Doch warum gibt es diese Einschlafprobleme?

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Einschlafprobleme: Was sind die Ursachen, was kann man tun?
Audio [SR 3, Interview: Nadine Thielen, 24.11.2022, Länge: 03:37 Min.]
Einschlafprobleme: Was sind die Ursachen, was kann man tun?
Interview mit Schlafforscherin Christine Blume.

Sich sorgen und grübeln, das seien Hauptfaktoren, warum man abends nicht einschlafen könne, so Blume "Man steigt ein in ein Gedankenkarussell, kommt vom Hundertsten ins Tausendste und dann steht am Ende die nächste Katastrophe vor der Tür."

Aber auch andere Faktoren könnten dazu beitragen, dass es am Abend mit dem Einschlafen nicht klappen will.

Worauf man verzichten sollte

Während Bewegung vor dem zu Bett gehen weniger problematisch sei, könne sich eine schwere Mahlzeit kurz vor dem Schlafengehen durchaus negativ auswirken, so die Schlafexpertin.

Auch auf Kaffee am Abend sollte man eher verzichten. Seinen letzten Kaffee sollte man am besten am späten Nachmittag trinken, rät Blume.

Und auch Alkohol könne sich negativ auf das Schlafen auswirken. "Alkohol hilft zwar beim Einschlafen, aber er stört den Schlaf im Verlauf der Nacht."

Ebenfalls problematisch: der späte Medienkonsum. "Wenn ich abends im Bett liege und mit dem Handy nochmal die sozialen Medien checke oder in die E-Mails schaue, dann schiebt das die Einschlafzeit nach hinten und führt im Endeffekt dazu, dass ich weniger schlafe."

Was hilft?

Angenehme, abendliche Rituale können helfen, besser in den Schlaf zu finden. "Einfach versuchen, sich etwas Gutes zu tun." Es gehe darum, dem Stress des Alltags ein wenig zu entkommen.

Grundsätzlich gelte aber auch: "Guter Schlaf beginnt am Tag", sagt die Schlafexpertin. Tag und Nacht seien viel weniger trennbar, als man gemeinhin denke. Ihr Tipp sei: Soviel Tageslicht wie möglich tanken - besonders jetzt in der dunklen Jahreszeit. Tageslicht habe nämlich einen gewichtigen Anteil daran, gut in den Schlaf zu kommen.

Ein Thema in "Guten Morgen" am 24.11.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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