Bärlauchfeld im Wald (Foto: SR/Lena Schmidtke)

Bärlauch - eine kulinarische Frühlingsfreude

Lena Schmidtke   11.04.2022 | 06:05 Uhr

Frühlingszeit ist Bärlauchzeit! Bei vielen kommt jetzt wieder Bärlauchbutter, Bärlauch-Pesto, Bärlauch-Spaghetti und Co. auf den Tisch. Und das Schöne an Bärlauch ist: Er wächst an vielen Stellen in unseren Wäldern, ist schnell gesammelt und leicht zuzubereiten.

Jetzt ist die optimale Zeit zum Bärlauchsammeln. Das Blätterdach in den Wäldern ist noch licht und so bekommen die zarten Pflanzen genug Sonne, um ordentlich zu wachsen. Und das tun sie auch.

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Auf zum Bärlauch sammeln!
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 11.04.2022, Länge: 02:28 Min.]
Auf zum Bärlauch sammeln!
SR-Reporterin Lena Schmidtke hat Förster Helmut Wolf beim Bärlauch sammeln begleitet und sich erklären lassen, worauf man dabei achten sollte.

In den Wäldern rund um Blieskastel beispielsweise findet der Bärlauch optimale Bedingungen. Ein Mischwald aus Eschen, Eichen, Buchen, eine Bachaue, lichte Bereiche und humöse Böden. Und das dankt er mit üppigem Wachstum.

Wer Bärlauch sammelt, sollte es am besten mit einem Korb tun, so wie bei Pilzen, lautet der Rat von Helmut Wolf, der nicht nur Förster, sondern auch begeisterter Bärlauchsammler ist. Damit lässt sich vermeiden, dass die zarten Blätter zerdrückt werden. Wolf nimmt auch immer eine Schere mit. Er schneidet nämlich die Blätter ab, um so zu verhindern, dass die Zwiebeln der Pflanzen beschädigt werden.

In nicht mal fünf Minuten ist Wolfs Korb gut gefüllt. Zwei Hände voll Bärlauchblätter reichen im Grunde für ein schönes Essen.

Ernten sollte man den Bärlauch übrigens jetzt und nicht erst, wenn die Pflanzen blühen. Wenn der noch jung ist, hat er das beste Aroma.

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Aus dem Wald frisch auf den Tisch
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 11.04.2022, Länge: 01:33 Min.]
Aus dem Wald frisch auf den Tisch
Worauf man bei der Zubereitung von Bärlauch achten sollte, hat sich Lena Schmidtke von einem passionierten Bärlauchsammler erklären lassen.

Bevor man sich an die Zubereitung macht, sollte man auf jeden Fall nochmal genau kontrollieren, dass man wirklich nur Bärlauchblätter gesammelt hat. Und Vorsicht: Die Bärlauchblätter gleichen denen der Maiglöckchen und diese sind giftig. Doch noch ist die Zeit der Maiglöckchen nicht gekommen. Und wer sich dennoch unsicher ist, dem kann die Riechprobe Gewissheit verschaffen: Einfach das Blatt zerreiben. Wenn es dann einen leichten Knoblauchgeruch gibt, dann ist es Bärlauch. Maiglöckchen riechen nicht nach Koblauch.


Bärlauchrezepte


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Der Frühling ist da. Der Spargel spriest und es wird Zeit für frisches Grün in der Küche. Aus Wildkräutern und Bärlauch lässt sich feinstes Pesto zaubern. Hier gibt es die Rezepte dazu, einmal Pesto zum Einkochen und einmal Pesto zum gleich genießen.

Thunfischvariationen
... mit Pistazien-Bärlauch-Pesto.Thunfisch ist eine Delikatesse, mit der man sehr sorgsam umgehen sollte. Der Fisch ist bedroht und gehört deshalb nur ausnahmsweise auf den Tisch. Wenn es dann mal einen solch besonderen Anlass gibt, sollte auch das Rezept entsprechend edel sein...

Ein Thema in "Guten Morgen" am 11.04.2022 auf SR 3 Saarlandwelle

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