Stau auf der Autobahn  (Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel)

Tipps fürs entspannte Verreisen mit dem Auto

Mit Informationen von Stephan Deppen   17.07.2022 | 10:33 Uhr

Die Schulferien haben begonnen. Viele planen eine Fahrt mit dem Auto in den Urlaub, weil sie in Corona-Zeiten lieber mit der Familie allein verreisen und nicht in einem Flugzeug sitzen wollen. Darum ein paar Tipps für die Autofahrt in die Ferien.

Klar ist, dass Fahrer oder Fahrerin die Urlaubsfahrt ausgeruht antreten sollten. Ebenso sollten vor der Abfahrt der Ölstand und der Reifen-Luftdruck kontrolliert werden. Dann kann's losgehen.

Tipps fürs Verreisen mit dem Auto
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 17.07.2021, Länge: 03:08 Min.]
Tipps fürs Verreisen mit dem Auto

Und schon wird's teuer. Denn in den meisten Urlaubsländern rund um Deutschland werden Autobahngebühren fällig. Sie sind streckenabhängig oder pauschal und per Vignette oder Mautstation zu entrichten. Andere Länder, andere Sitten, das gilt auch für Bußgelder und kleinere Vergehen.

Ob Frankreich, Italien, Spanien oder Belgien: In fast allen Ländern gibt es inzwischen Umweltzonen. Sie sind genauso unübersichtlich wie bei uns gestaltet und nicht immer einfach zu durchschauen. Sich vor der Abreise zu informieren, kann vor mancher Enttäuschung bewahren. Denn ob Paris, Rom, Madrid oder Brüssel: Nicht jedes Auto ist erlaubt.

Bußgelder in Frankreich, Italien, Österreich, Spanien und der Schweiz

  • In Frankreich können Park-Knöllchen vor Ort in einem Tabakladen beglichen werden. Wenn man erst später bezahlt, wird's deutlich teurer.
  • In Italien gibt es eine knallharte Promille-Regel. Dort drohen ab 1,5 Promille am Steuer Geldstrafen bis zu 6000 Euro, manchmal sogar Haft. Im schlimmsten Fall kann der Pkw beschlagnahmt und sogar zwangsversteigert werden.
  • Teuer wird's in Österreich, wenn zwei Unfall-Parteien schon bei einem Sachschaden die Polizei rufen. Dann wird eine so genannte "Blaulicht-Steuer" in Höhe von 36 Euro kassiert.
  • In der Schweiz sind Geldbußen bis zu 10.000 Schweizer Franken keine Seltenheit. Kommt dann der so genannte "Raser-Tatbestand" hinzu, drohen außerdem mindestens ein Jahr Haft und der Einzug des Fahrzeugs.
  • In Spanien gibt es 50 Prozent Rabatt, wenn man ein Bußgeld innerhalb von 20 Tagen bezahlt. Aufgepasst: Die Spanier verlangen zwei Warn-Dreiecke im Auto. Das gilt auch für Mietwagen.

Ab Oktober Pass für Großbritannien nötig

Besonderes Augenmerk gilt bei den Bestimmungen für Großbritannien, seit das Land nicht mehr der EU angehört, so Andreas Hölzel vom ADAC München: EU-Bürger benötigen zwar kein Visum für Kurzzeit-Reisen nach Großbritannien. Bis zum 30. September 2021 ist auch ein gültiger Personalausweis für die Einreise ausreichend. Danach aber wird ein Reisepass benötigt. Für die Abwicklung von Verkehrsunfall-Schäden empfiehlt der ADAC dringend, die grüne Versicherungskarte dabei zu haben. .

Ein Auslands-Krankenschutz ist nicht nur für Großbritannien zu empfehlen, sondern allgemein ratsam. Zumal in Corona-Zeiten. Die einschlägigen Bestimmungen der jeweiligen Länder ändern sich ebenso häufig wie bei uns. Da hilft nur kurzfristige Recherche, so der ADAC-Experte.

Unabhängig vom Reiseziel gilt: Kinder im Auto wollen bei Laune gehalten werden. Da helfen Spiele und regelmäßige Pausen, gern auch mal abseits der Autobahn in schöner Landschaft.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Bunte Funkminuten" auf SR 3 Saarlandwelle am 17.07.2021 berichtet.

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