Wims Die Reportage - Hinterm Gartenzaun (Foto: SR/Wolfram Jung)

Artenvielfalt im Garten

Julia Becker   07.05.2019 | 10:00 Uhr

Auch für den Garten gilt: Je größer die Vielfalt bei den Pflanzen, um so größer die Vielfalt bei den Tieren. Vieles, was da brummt, summt, flattert, kriecht und krabbelt bereichert Garten und Natur. Es gibt aber natürlich auch tiersche Gartengäste, die weniger willkommen sind wie Stechmücken oder der Buchsbaumzünzler.

Audio

Artenvielfalt im Garten
Audio [SR 3, Julia Becker, 07.05.2019, Länge: 04:48 Min.]
Artenvielfalt im Garten

Hummeln, Schmetterlinge, Vögel, Eichhörnchen und auch Amphibien wie Ringelnatter, Frösche und Co. dürften für viele wohl willkommene Bewohner im Garten sein. Bei Insekten sieht es da schon nicht so ganz gut aus, obwohl viele eher nützlich als schädlich sind. Und auch Raupen sind nicht zwangsweise Schädlinge. Die Raupen des Schwalbenschwanzes zum Beispiel sitzen zwar auf Möhren, fressen aber nur das Möhrenkraut.

Tipps für Artenvielfalt im Garten

Andreas Werno vom Bio-Dokumentations-Zentrum sagt: "Je größer die Vielfalt bei den Pflanzen, desto größer auch die Vielfalt bei den Tieren." Er rät deshalb:

  • Eine Ecke im Garten verwildern lassen. Hier finden Tiere Unterschlupf und einen Ort, wo sie sich vermehren können.

  • Schmetterlinge lassen sich mit entsprechender Bepflanzung wie zum Beispiel Sommerflieder anlocken.

  • Igeln kann man mit Reisig- oder Komposthaufen ein Zuhause bieten.

  • Wer gerne Frösche oder andere Amphibien in seinem Teich möchte, sollte auf größere Fische verzichten, da diese die Kaulquappen fressen.

Schädlinge im Garten

Eine Raupe des Buchsbaumzünslers (Foto: dpa)
Eine Raupe des Buchsbaumzünslers, Foto: dpa

Es gibt im Garten aber natürlich auch Tiere, die weniger willkommen sind. Stechmücken, Stinkwanzen, Läuse, Buchsbaumzünsler oder auch der asiatische Marienkäfer, der sich stark auf Kosten des heimischen Marienkäfers ausbreitet. Welche Schädlinge man auch immer im Garten hat: Finger weg von der Chemie, sagt Andreas Werno, denn "durch das Spritzen trifft man eher die Nützlinge als die Schädlinge". Er empfiehlt stattdessen: absammeln, mit Wasser wegspritzen, oder mit Folie abdecken, so dass die so entstehende Hitze die Bekämpfung übernimmt.


Gesucht: Das Gartentier des Jahres



Ratgeber
Insektenfreundliche Balkonblumen
So beliebt sie auch sind, Geranien gehören nicht zu den Blumen, die sich bei Bienen und anderen Insekten großer Beliebtheit erfreuen. SR-Reporterin Renate Wanninger hat sich von einer Blumenexpertin Tipps geben lassen, welche Blumen besser geeignet sind - darunter auch welche, die sogar für die Küche geeignet sind.

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 07.05.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja