Eingang zu Agentur für Arbeit und Jobcenter (Foto: dpa/Jan Woitas)

"Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen"

Interview mit Nicole Feibel von der Arbeitsagentur

Interview: Karin Mayer   17.03.2020 | 12:55 Uhr

Wenn man einen Termin beim Jobcenter oder der Arbeitsagentur hat, sollte man diesen normalerweise auch wahrnehmen. Normalerweise. In Zeiten von Corona ist alles anders. Die persönlichen Gesprächstermine würden derzeit ausgesetzt, sagt Nicole Feibel von der Arbeitsagentur im SR-Interview.

Arbeistagentur: "Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen"
Audio [SR 3, Interview: Karin Mayer, 17.03.2020, Länge: 03:12 Min.]
Arbeistagentur: "Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen"

"Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen - ohne Rechtsfolgen", sagt Nicole Feibel von der Arbeitsagentur. Zurzeit müsse niemand in die Agentur kommen, die Termine müssten auch nicht abgesagt werden - auch nicht telefonisch. Auch um sich arbeitslos zu melden müsse man nicht persönlich erscheinen. Auch die Fristen in Leistungsfragen seien vorerst ausgesetzt.

Den Betroffenen entstünden dadurch auch keinerlei finanzielle Nachteile, sagt Feibel. "Wir versuchen so gut es geht unbürokratisch und flexibel zu agieren", um die Versorgung aller Menschen, die auf die Leistungen der Arbeitsagentur angewiesen seien, sicher zu stellen.

Rechtzeitig bevor die Ausnahmeregeln wieder aufgehoben würden, werde die Arbeitsagentur die Betroffenen darüber informieren.

Service

Alle, die eine konkrete Fragen haben, können sich per E-Mail oder Telefon an die Agentur wenden. Dazu wurde das E-Mail-Angebot und die Telefonie ausgebaut. Tel: 0800 4 5555 00 (Arbeitnehmer), Tel: 0800 4 5555 20 (Arbeitgeber).

Seit dem 17. März gibt es außerdem die zusätzliche Nummer - 0681 - 944 6000.
Weitere Infos: www.arbeitsagentur.de


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