Aquaristik als Hobby

Unterwasserwelt fürs Wohnzimmer

Aquaristik als Hobby

Lena Schmidtke   23.11.2020 | 14:42 Uhr

Der Film „Findet Nemo“ hat 2003 einen richtigen Hype um Fische und Aquarien ausgelöst: Viele Kinder wollten unbedingt einen Clownfisch wie Nemo und einen Doktorfisch wie Dori. Der Trend ist zwar vorbei. Trotzdem ist die Aquaristik nach wie vor ein beliebtes Hobby - bei dem es für Einsteiger einiges zu beachten gilt.

Kai Bachmann steht in seinem Auqaristik-Geschäft in Kirkel-Limbach vor einem großen Meerwasseraquarium. Beim Zusammenstellen hat er auf vieles geachtet: nicht zu viele Fische rein, nicht zu große, die richtige Wasserqualität, eine gute Filteranlage, ausreichend Licht.

„Das ist eine LED-Beleuchtung, eine Leuchte hat 240 Watt. Das ist für die Tiere hier drin, die Korallen, ausreichend. Sieht man auch am Wachstum der Tiere, die ja teilweise schon aus der Oberfläche rauswachsen.“

Kein Aquarium ohne Pflanzen

Auch Pflanzen machen optisch was daher und sind gleichzeitig für viele Fische wichtig. Bachmann erklärt: „Hier im Aquarium mit den Skalaren sind Anubia-Arten, Echinodorus, Wasserfreund. Es ist natürlich für das Tier entspannter, wenn es durch die Pflanze eine Rückzugsmöglichkeit hat. Es gibt aber auch Fischarten, die nicht mit Pflanzen harmonieren, weil sie sie zum Fressen gern haben.“

Aquarium mit Fischen  (Foto: SR/Lena Schmittke)

Und auch untereinander haben sich so manche Fische zum Fressen gern – deshalb eignen sich Fische nur selten zum Verschenken. „Ein Rotfeuerfisch, der ist giftig! Normalerweise frisst der andere Fische oder Garnelen, aber die Putzergarnele darf ihn sauber machen“, sagt Kai Bachmann.

Trend Meerwasserfische

Auch die Aquaristik kennt Trends. Das seien in letzter Zeit Kampffische und Nano-Aquarien gewesen, also kleine Aquarien mit Garnelen und Co, erklärt der Fachmann.

Derzeit seien Meerwasserfische beliebt, weil viele Leute nicht mehr in die Tropen fahren könnten, um dort zu tauchen. Da hole man sich die Vielfalt der Unterwasserwelt nach Hause, so Bachmann.

Aquarien für Einsteiger

Wer neu in die Aquaristik einsteigt, solle sich unbedingt beraten lassen, denn „Anfänger“-Fische gibt es laut Kai Bachmann nicht. „Es gibt robustere und weniger robuste Arten. Wir wollen die Tiere am Leben erhalten, ihnen einen Lebensraum bieten, der zu ihren Bedürfnissen passt.“

Aquarium mit Fischen  (Foto: SR/Lena Schmittke)

Kleine Anfängeraquarien mit circa 60 Litern gibt es schon ab etwa 30 Euro, mit Zubehör wie Filter und Beleuchtung ab 50 Euro aufwärts. Bei den Preisen für einen Fisch kommt es ganz auf die Art an: Gängige Fische wie Neons oder Guppys gibt es schon für ein paar Euro, wer seltenere Exemplare möchte, legt schnell ein paar Hundert Euro auf den Tisch.

Entspannendes Hobby

Die Artenvielfalt unter den Aquariumsfischen ist groß, in Kai Bachmanns Aquaristikcenter tummeln sich Kuhfische, Igelfischen und Doktorfische. „Die Exotik ist das Schöne, die Farbenfrohheit das Beruhigende der Fische. Wenn sie rumschwimmen, finden das viele Menschen entspannend. Das ist nicht nur ein blöder Fisch, der Futter frisst, der baut auch eine Beziehung zu seinem Pfleger auf.“

Ein Thema der Sendung Bunte Funkminuten am 24.11.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja