Pflanzen-Anzucht (Foto: Pixabay.com)

Es ist Anzuchtzeit!

Katja Preißner   27.03.2020 | 12:00 Uhr

Bald wird´s auf vielen Fensterbänken wieder eng. Was für andere der Starkbieranstich, das Angrillen oder die erste Motorradfahrt im neuen Jahr ist, ist für Gartenfreunde die Anzucht. Worauf man bei der Anzucht der späteren Garten- und Balkonlieblinge achten sollte, das erfahren Sie hier.

Ratgeber Garten: So klappt´s mit der Anzucht
Audio [SR 3, Katja Preißner, 27.03.2020, Länge: 04:14 Min.]
Ratgeber Garten: So klappt´s mit der Anzucht
Der Frühling ist da, und es wird Zeit für die Anzucht! Wer seine Samentütchen und die passende Erde parat hat, kann loslegen - meistens hat man ja noch Erd-Reste aus dem letzten Jahr im Keller oder Schuppen. SR-Reporterin Katja Preißner hat sich bei einer Expertin Profikniffe abgeschaut.

Endlich geht´s wieder los. Jetzt werden die Pflänzchen gezogen, die einen Vorsprung brauchen, um im Sommer rechtzeitig zu blühen oder Früchte zu tragen und die erstmal kräftig genug werden müssen, um draußen nicht gleich Schneckenfutter zu werden.

Anzuchtgefäße

Für die Anzucht kann man flache Schalen oder kleine Töpfe verwenden. Wer die kleinen Zöglinge später mit ihrer Erde freisetzen will, der kann Kokostöpfchen nehmen, oder - Tipp von Gärtnerin Ruth Raber-Schwind - einfach den Unterteil eines Eierkartons nehmen. Wer aber sicher gehen will, sich nicht den Pilz der Umfallkrankheit einzufangen, sollte gründlich gereinigte Plastiktöpfe nehmen.

Als Erde empfielt sich Anzuchterde, da diese nicht gedüngt ist.

Wasser, Licht und Temperatur

Damit die Samen gut keimen, brauchen sie Wasser. Gegossen wird am besten mit einer Sprühflasche. So werden die Samen nicht verschwemmt. Dickere Samen kann man auch erstmal in Wasser einweichen oder in feuchtes Küchenkrepp legen.

Dann gibt es Samen, die für das Keimen auf jeden Fall Licht brauchen - zum Beispiel Basilikum. Da dürfe man auf keinen Fall Erde auf die Samen streuen. Und es gibt Kaltkeimer. Sie sollten wirklich kühl stehen und bei ihnen muss man auch etwas Geduld haben, denn es dauert, bis sich hier die ersten grünen Blättchen zeigen.

Ab ins Beet

Wenn die kleinen Pflänzchen neben den Keimblättern schon zwei richtige, gut entwickelte Blätter haben, kann man sie pikieren, also vereinzeln und einpflanzen. Am besten nach den Eisheiligen, damit sind nicht zum Frostopfer werden.

Wenn man vor dem Einpflanzen von den Wurzeln ein bis zwei Millimeter kappt, verzweigen sich die Wurzeln besser. Anschließend sollte man die Zöglinge noch düngen. Schließlich müssen sie jetzt kräftig wachsen. Gärtnerin Raber-Schwind nimmt Naturdünger, Guano oder Hornspäne.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 27.03.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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