Start frei für das Gärntern auf der Fensterbank

Start frei für das Gärntern auf der Fensterbank

Renate Wanninger   22.01.2021 | 10:00 Uhr

Noch herrscht Winter, aber vielen Hobbygärtnern kribbelt es schon in den Fingern. Wie gut, dass es Pflanzen gibt, die man jetzt schon auf der Fensterbank vorziehen kann. Welche Pflanzen für die Anzucht geeignet sind, mit welchen man besser noch warten sollte, und was es sonst noch zu beachten gilt: Tipps von SR-Reporterin und Gartenliebhaberin Renate Wanninger.

Sprossen für die Küche

Vegan: Avocado als Brotbelag (Foto: Pixabay/virtual stylist)

Alfalfa, Brokkoli, Buchweizen, Erbsen, Hafer, Kohlrabi, Kresse, Mungbohne, Senf, Radieschen, Rettich - die Keimlinge all dieser Pflanzen schmecken gut und sind dazu noch richtig gesund. Die Anzucht der Sprossen kann man im Zimmer-Gärtchen machen, man kann die Samen aber auch in Einmachgläsern keimen lassen. Dazu lässt man sie am ersten Tag in Wasser stehen, das man abends abgießt. Dann einfach jeden Tag wieder neu anfeuchten und auf der Fensterbank im Licht stehen lassen. Überschüssiges Wasser aber auf jeden Fall abgießen, sonst faulen die Samen.

Anzucht fürs Freie

Es gibt Pflanzen, die man ab Februar im Haus vorziehen kann, damit sie im Frühjahr schon mal einen Vorsprung haben, wenn sie dann raus ins Freie kommen. Dazu gehören : Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Fenche und Chili. Auch Dicke Bohnen, die Monatserdbeere, Paprika, Peperoni, Physalis und auch manche Salatsorten können schon im Haus ausgesät werden.

Für Tomaten ist es allerdings noch zu früh. Damit sie genug Stabilität beim Wachstum entwickeln, brauchen sie ausreichend Sonnenlicht, und dazu sind derzeit die Tage einfach noch nicht lang genug. Tomaten sollte man deshalb erst ab März für die Vorzucht aussähen.

Die Erde

Für die Vorzucht sollte man keine normale Blumenerde verwenden, denn die Erde sollte ungedüngt sein, damit die Pflanzen langsamer wachsen und dadurch mehr Stabilität entwickeln können.

Anzuchtgefäße

Die Anzucht muss nicht unbedingt in einem Plastiktöpfchen erfolgen. Auch Eierkartons oder leere Klopapierrollen sind gut geeignet. Einfach in der Mitte durchschneiden, nebeneinander in eine Auffangschale setzten, mit Erde befüllen und dann den Samen einstreuen. Der Vorteil: Man spart nicht nur Geld und Plastik, sondern man kann die Zöglinge dann im Frühjahr zusammen mit der Pappe einpflanzen, denn die Pappe löst sich in der Erde einfach auf.

Standort

Es gibt Pflanzen, die keimen im Warmen. Für sie ist die Fensterbank ein guter Platz. Es gibt auch die Kaltkeimer. Sie müssen zwar anfangs - quasi als Startimpuls - auch etwas wärmer stehen, sollten aber nach drei bis vier Wochen in kühlen 5 bis 0 Grad keimen. Und bis es richtig losgeht, kann es mitunter bis zu sechs Wochen dauern. Da ist also Geduld gefragt.

Licht- und Dunkelkeimer

Es gibt Pflanzen, die keimen nur im Licht, und es gibt Pflanzen, die keimen nur im Dunkeln. Basilikum beispielsweise ist ein Lichtkeimer, das heißt, die Samen dürfen nur auf und nicht in die Erde. Die Dunkelkeimer hingegen müssen in die Erde.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 22.01.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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