Das Alpinum in Gerlfangen (Foto: SR/Katja Preißner)

"Alpinum": Maritas alpines Gartenparadies in Gerlfangen

Katja Preißner / Onlinefassung: Jil Kalmes   29.07.2022 | 09:50 Uhr

Am 29. Juli startet die SR 3 Sommeralm wieder. Passend dazu hat SR 3 Reporterin Katja Preißner Marita Hilt in Gerlfangen besucht. Die hat sich die Alpen in ihren eigenen Garten geholt – mit alpiner Bepflanzung.

Die Alpen sind für viele ein Sehnsuchtsort. Die Berge können wir uns höchstens in Form von Fotos nach Hause holen, viele Pflanzen hingegen gedeihen auch bei uns – und zwar ganzjährig.

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Alpinum: Alpengefühl im eignenen Garten
Audio [SR 3, Katja Preißner, 29.07.2022, Länge: 02:37 Min.]
Alpinum: Alpengefühl im eignenen Garten

Genau das hat Marita Hilt aus Gerlfangen gemacht. Sie hat sich einen eigenen Alpengarten angelegt – ein "Alpinum": Der Hang hinter ihrem Haus ist mit Steinen bestückt und neben ihrem Garten fließt ein kleines Bergbächlein in einen Teich. Solche Alpengärten funktionieren aber nicht überall, denn sie brauchen gewisse Grundvoraussetzungen.

Aller Anfang ist der Lehmboden

Das Alpinum in Gerlfangen (Foto: SR/Katja Preißner)

Lehmboden bildet die ideale Grundlage für ein Alpinum, da er besonders kalkhaltig ist. Er wird mit Kiessand aufgearbeitet und sollte nicht gedüngt werden. Auf den bearbeiteten Boden können dann die Steine gesetzt werden. Sie sollten allerdings gut befestigt werden – vor allem, wenn es sich wie bei Marita um einen Hang handelt. Erst danach kommen die Pflanzen dazu.

Manche Pflanzen ziehen sich dann wie grüne Polster über die Steine, andere – wie zum Beispiel Steinbrecharten – ragen mit ihren zarten Blütenstängeln in die Höhe. Letztere sind phantastische Überlebenskünstler, die selbst in 2.000 bis 3.000 Meter Höhe noch wunderbar gedeihen.

Das Alpinum in Gerlfangen (Foto: SR/Katja Preißner)

Sonne ja, Hitze nein

Sonne vertragen alpine Gewächse in Maßen, ein schattiges Plätzchen an der Nord- oder Ostseite gefällt ihnen aber besser.

Mit heißer Mittagssonne oder Hitze im Allgemeinen können sie allerdings nicht umgehen. Wenn die Temperaturen doch mal in die Höhe schießen, dann verpasst Marita ihren Pflanzen morgens und abends eine kalte Dusche. Das soll Morgen- bzw. Abendtau simulieren, denn in den echten Alpen herrsche eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Auch der Teich in Maritas Garten hilft, die Feuchtigkeit zu halten. Das kann man besonders gut im Herbst beobachten, wenn die Nebelschwaden über das Alpinum ziehen.

Pflege ist wichtig

Beikräuter – auch noch "Unkraut" genannt – sollte man bei alpiner Bepflanzung stets entfernen, erklärt Marita. Der Druck nehme den Pflanzen nötige Energie weg.

Ein Thema in den "Bunte Funkminuten" am 29.07.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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