Hund und Katze (Foto: pixabay/StockSnap)

Wenn der geliebte Vierbeiner an einer Allergie leidet

Julia Becker   26.03.2019 | 11:00 Uhr

Nicht nur wir Menschen können unter unter Allergien leiden, sondern auch unsere Haustiere. Und sogar Pferde können von Allergien geplagt sein. Doch es gibt Möglichkeiten dem geliebten Vierbeiner zu helfen.

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Wenn der geliebte Vierbeiner an einer Allergie leidet
Audio [SR 3, Julia Becker, 26.03.2019, Länge: 04:47 Min.]
Wenn der geliebte Vierbeiner an einer Allergie leidet

Allergien- darunter leiden nicht nur wir Menschen. Auch unsere Haustiere können Allergien entwickeln. Doch was ist eigentlich eine Allergie? "Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeit des Abwehrsystems", sagt Tierärztin Astrid Bernardi. "Das Immunsystem reagiert auf einen Stoff, der eigentlich gar nichts Besonderes ist, aber quasi das Fass zum Überlaufen bringt". Dabei müsse man aber zwischen saisonaler und asaisonaler Allergie unterscheiden.

Katzen und Hunde

Bei Hunden und Katzen zeigen sich Allergien vor allem durch Hautprobleme. Die Tiere leiden unter Juckreiz und Rötungen. Durch das Kratzen kann es dann zusätzlich zu Infektionen kommen. Wer entsprechende Symptome bei seinem geliebten Vierbeiner beobachtet, sollte zum Tierarzt, der auf Allergien testen kann. Durch Medikamente kann dem Tier dann Linderung verschafft werden.

Ähnlich wie beim Menschen kann man auch versuchen, eine Desensibilisierung zu erreichen. Das heißt: Das entsprechene Allergen wird in einer steigenden Dosierung gespritzt bis der Körper gegen den Stoff einen Schutz aufgebaut hat. Das funktioniert aber nur, wenn fest steht, gegen was das Tier allergisch ist.

Problematischer wird es, wenn das Tier eine Futtermittelallergie hat. Sie ist im Labor nicht nachweisbar. Und das heißt: Über eine Ausschlussdiät herausfinden, was das Tier verträgt und was nicht.

Pferde

"Bei Pferden gibt es eher die saisonalen Allergien zum Beispiel gegen Pollen, Gräser, aber auch gegen Heustaub", sagt Tierärztin Astrid Bernardi. Die Pferde reagierten dann eher mit dem Atemwegen, also mit Husten, Niesen, Nasenausfluss und sogar Atemnot. Bernardi empfiehlt in diesem Fall die Fütterung von Heukobs, also Heu-Pellets. Eine Alternative sei die Fütterung von nassem Heu. Und für die betroffenen Tiere gelte prinzipiell: So viel an die frische Luft wie möglich.

Bei Ponys und Isländern gebe es zudem auch allergische Reaktionen auf Kriebelmücken. Betroffene Tiere scheuerten sich dann zum Teil sogar Schweif und Mähne ab. Salben und Medikamente können hier helfen.

Über dieses Thema wurde auch in den "Bunten Funkminuten" am 26.03.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.