zu wenig Geld für Alleinerziehende (Foto: SR)

Was sich 2020 für Familien mit Kindern ändert

Eva Lippold   02.01.2020 | 12:30 Uhr

Neue Regeln, neue Gesetze: Mit dem neuen Jahrzehnt ändert sich vieles für Verbraucher, Arbeitnehmer, Steuerzahler, Rentner und Mieter. Auch für Familien mit Kindern gibt es einige Veränderungen. SR-Reporterin Eva Lippold gibt einen Überblick.

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Was sich 2020 für Familien mit Kindern ändert
Audio [SR 3, Eva Lippold, 02.01.2020, Länge: 03:14 Min.]
Was sich 2020 für Familien mit Kindern ändert

Kindergeld & Kinderfreibeträge

www.bmfsfj.de
Bundesfamilienministerium
Ausführlichen Informationen zu den Familienleistungen.

Schon im Juli 2019 wurde das Kindergeld um zehn Euro erhöht – von 194 auf 204 Euro. Ob zu viel oder zu wenig – am Kindergeld selbst ändert sich 2020 nichts. Allerdings werden Familien mit Kindern steuerlich entlastet. Die Kinderfreibeträge steigen. Ab dem 1.Januar 2020 werden sie um 192 Euro erhöht – der Kinderfreibetrag steigt damit auf 5172 Euro. Rechnet man darauf noch den Erziehungsfreibetrag, können Eltern jährlich bis zu 7812 Euro bei der Steuer sparen – pro Kind.

Unterhalt und Unterhaltvorschuss

Gute Nachrichten für Trennungskinder: Ab Januar 2020 tritt die neue Düsseldorfer Tabelle inkraft. Je nach Alter des Kindes gibt es 15 bis 21 Euro mehr im Monat. Und auch der Unterhaltsvorschuss wird angehoben. Je nach Alter des Kindes steigt dieser auf 165 Euro, 220 Euro oder 293 Euro. 

Kinderzuschlag

Mit dem Kinderzuschlag hat die Bundesregierung bisher nur erwerbstätige Eltern unterstützt, die zwar ihren Unterhalt selbst bestreiten können, deren Einkommen jedoch nicht für den Unterhalt des Kindes ausreichen. Ab 2020 werden die Regelungen für den Kinderzuschlag flexibler – auch ALG 2-Empfänger können jetzt unter bestimmten Voraussetzungen den Kinderzuschlag beantragen.

Außerdem fallen die oberen Einkommensgrenzen weg. So können mehr Familien den Zuschlag beantragen. Zum Beispiel lohnt sich der Antrag auch für Alleinerziehende mit kleinem Einkommen, denn der Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss wird jetzt nur noch zu 45 Prozent auf den Kinderzuschlag angerechnet.

Kita-Beiträge

Schon seit August 2019 müssen Eltern statt 25 Prozent nur noch maximal 21 Prozent der Personalkosten übernehmen, ab August 2020 sogar nur noch maximal 17 Prozent.

Allerdings müssen einige Eltern zunächst trotzdem noch mit gleichbleibenden oder gar steigenden Beiträgen rechnen, denn die Elternbeiträge sind durch die Beteiligung an den Personlakosten auch an Tarifsteigerungen gekoppelt.

Masern-Impfpflicht

Die saarländischen Regierungsfraktionen unterstützen den Kurs der Bundesregierung: Ab dem 1. März 2020 müssen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in Kitas oder Schulen nachweisen, dass diese gegen Masern geimpft sind.

Für Kinder, die schon zur Kita oder in die Schule gehen, muss der Nachweis bis zum 31. Juli 2021 erfolgen. Bei Verstößen drohen bis zu 2500 Euro Bußgeld.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 02.01.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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