Adventskalender (Foto: dpa)

Adventskalender im Test

Karin Mayer   15.11.2019 | 10:30 Uhr

Sie liegen in Supermarktregeln, in Drogeriemärkten, sogar in Baumärkten – Adventskalender in allen Formen und Farben. Man kann sie verschenken und so die Vorfreude auf Weihnachten versüßen. Weil sie im Handel gerade so eine große Rolle spielen, hat die Verbraucherzentrale des Saarlandes sich die Adventskalender mal genauer angeschaut.

24 Schokolädchen, gegossen als Engelchen, Sterne, Glöckchen oder Schneemänner - der klassische Adventskalender. Doch heute ist er nur einer von vielen. Playmobilfiguren für die Kleinen, Schnäpschen für Papa, Parfümpröbchen für Mama... das Angebot scheint schier unendlich. Doch wie gehaltvoll sind die Adventskalender wirklich und wie sieht es mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis aus?

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Adventskalender im Test
Audio [SR 3, Karin Mayer, 15.11.2019, Länge: 03:11 Min.]
Adventskalender im Test

Man bekommt sie schon ab 69 Cent, man kann aber auch sehr viel mehr dafür bezahlen: Adventskalender. Die Verbraucherzentrale hat sich die Angebote mal genauer angesehen. Beispielsweise einen Fan-Kalender mit 50 Gramm sehr einfacher Schokolade. Der Preis: 5 Euro. "Umgerechnet kostet diese einfache, billige Schokolade 100 Euro das Kilo und das ist heftig", sagt Barbara Schröter von der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

Im Adventskalender stecken oft Kleinstverpackungen und man kann mit wenig viel Geld verdienen. "Es gibt Adventskalender, die gehen in die 100 Euro", so die Verbraucherschützerin. Bei Adventskalendern aus dem Kosmetikbereich könne man schon mal 40 bis 50 Euro hinlegen. "Und vieles davon, vor allem bei der dekorativen Kosmetik wie Nagellack oder Lippenstift, wird sicherlich im Müll landen, weil man es für seinen Typ einfach nicht gebrauchen kann."

Ob Tee, Bier oder Wein - alles kann man hinter 24 Türchen verstecken. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt dabei oft nicht. Beispiel: Ein Kalender mit verschiedenen Biersorten - von einer Firma oder aus verschiedenen Ländern. "Wenn man sich den Preis umrechnet, dann bezahlt der Käufer dafür bis zu über 7 Euro pro Liter", sagt Schröter.

Adventskalender  (Foto: Pixabay/congerdesign)

Ob Adventskalender mit Werkzeug, Fitnesskalender oder Spiele-App-Kalender - eines haben alle Kalender gemeinsam: "Man hat in der Adventszeit zusätzlich viel Müll produziert", so die Verbraucherschützerin. Doch das heißt nicht, dass man auf die lieb gewordene Tradition ganz verzichten sollte. Mit ein paar kreativen Ideen kann man Adventskalender auch selber machen.

Ein Thema in den "Bunten Funkminuten" am 15.11.2019 auf SR 3 Saarlandwelle

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