Foto: Oliver Buchholz/SR

Antworten auf Fragen zur Corona-Impfung

Emil Mura   27.03.2021 | 13:13 Uhr

In den "Bunten Funkminuten" hat sich SR 3-Moderatorin Carmen Bachmann erneut mit Hörerfragen zum Thema Impfen auseinandergesetzt. Zu Gast im Studio waren der Homburger Virologe Dr. Jürgen Rissland und Dr. Dirk Jesinghaus, Arzt für Innere Medizin und Leiter des Impfzentrums in Neunkirchen. Sie haben unter anderem Fragen zur Verträglichkeit des Impfstoffs von AstraZeneca, zur Impfreihenfolge und zur Wirksamkeit der Impfstoffe gegen Virusvarianten beantwortet.

Von Anfang an gab es in der Bevölkerung eine gewisse Skepsis gegenüber dem Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca. Der zwischenzeitliche Impfstopp mit dem Präparat in Deutschland hat viele weiter verunsichert. Deswegen haben auch diesen Samstag wieder zahlreiche Hörer gefragt, ob es denn sinnvoll sei, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen.

"Guter Schutz bei AstraZeneca"

Dr. Dirk Jesinghaus, Arzt für Innere Medizin und Leiter des Impfzentrums in Völklingen, erklärte im SR 3-Interview, dass das Allerwichtigste sei, sich überhaupt impfen zu lassen, egal mit welchem der zugelassenen Präparate. Bei dem Impfstoff von AstraZeneca sieht er sogar leichte Vorteile, weil er schon nach der ersten Impfung einen besseren Schutz liefere als das anfangs bei BioNTech der Fall sei. Nur in ganz seltenen Fällen gebe es Patienten, bei denen ein Ausschluss des Impfstoffs zu rechtfertigen sei.

"Jede Impfung zählt"

Auch der Virologe Dr. Rissland betont, dass jede Corona-Impfung zähle, unabhängig vom verwendeten Wirkstoff. Auch sei der Schutz gegen die Virusmutationen höher als man das landläufig oft höre. Generell sei es so, dass alle Corona-Impfstoffe wahrscheinlich sehr effektiv vor einem schweren Krankheitsverlauf schützten, auch bei Infektionen mit Mutanten.

Fragen und Antworten zur Impfung
Audio [SR 3, Carmen Bachmann, 27.03.2021, Länge: 13:01 Min.]
Fragen und Antworten zur Impfung

Bei der Impfpriosrisierung sind mittlerweile die über 70-Jährigen, Menschen mit Vorerkrankungen und Personen mit besonderem Risiko, wie etwa Kindergärtnerinnen, an der Reihe. Dr. Jesinghaus geht davon aus, dass es noch ein paar Wochen dauern wird, bis auch die über 60-Jährigen geimpft werden können. Gleichzeitig betont er, dass alle Impfwilligen gerecht behandelt würden.

"Nebenwirkungen bei Zweitimpfung weniger wahrscheinlich"

Einige Hörer wollten zudem wissen, ob auch bei der Zweitimpfung mit AstraZeneca Nebenwirkungen auftreten können. Dr. Rissland erklärte dazu, dass man Nebenwirkungen nicht ausschließen könne, dass aber die Wahrscheinlichkeit dafür deutlich geringer sei als bei der Erstimpfung.

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