Geldscheine mit dem Umriss des Saarlandes (Foto: SR)

Ausblick auf das saarländische Wirtschaftsjahr 2022

Kollegengespräch Simin Sadeghi / Sarah Sassou   05.01.2022 | 16:00 Uhr

Jedes Jahresende ist nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang für ein komplett neues Jahr, mit Veränderungen, Neuerungen und im besten Fall Optimierungen. Doch womit muss die saarländische Wirtschaft im Jahr 2022 rechnen? Sarah Sassou aus der Wirtschaftsredaktion hat einen Blick darauf geworfen, was die Saarländer in diesem Jahr noch alles so erwartet.

Die saarländische Wirtschaft ist gerade in vielen Bereichen im Umbruch. Die Klimaschutzziele der Bundesrepublik sowie auch weiterhin die Pandemie werden sich auch im Saarland auf viele Wirtschaftsbereiche auswirken.

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Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2022
Audio [SR 3, Simin Sadeghi / Sarah Sassou, 05.01.2022, Länge: 03:48 Min.]
Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2022

Start ins neue Jahr

  • Gastronomie, Hotellerie und Handel beklagen Umsatzeinbußen, sagen Branchenverbände, Handelsverband sowie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband
  • In der Industrie läuft es besser: Stahl- und Maschinenbau erreichen zeitweise zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz – in der Stahlindustrie sogar über vierzig Prozent
  • In der Automobilindustrie sieht es ganz anders aus: Hier gibt es einen Umsatzrückgang um mehr als drei Prozent. Dies liegt unter anderem daran, dass Bauteile fehlen
  • Baubranche: Preisentwicklungen für Handwerkerleistungen sowie Neu- und Umbau sind nicht vorauszusagen - denn es fehlt weiterhin an Materialien

Viele freie Arbeitsstellen

Derzeit gibt es viele freie Stellen in Unternehmen: im Dezember mehr als 10.000, hat die Agentur für Arbeit mitgeteilt. Außerdem wachsen bestimmte Branchen wie Gesundheitssektor, Dienstleistung und Logistik schon länger, da gibt es also schon seit längerem immer wieder neue Stellen.

Starker Arbeitskräftemangel

Viele Unternehmen klagen über Personalknappheit. Allerdings spricht man derzeit eher von einem Arbeitskräftemangel. Es fehlt überall: Facharbeiter und Fachangestellte, aber mittlerweile fehlen auch Meister, Techniker, Hochschulabsolventen, Auszubildende, ungelernte und angelernte Arbeitskräfte.

In diesem Jahr muss darauf geschaut werden neue Personalfelder zu erschließen: Einige Frauen in Mini- oder Midijobs wollen mehr arbeiten, aber das ist vielen Firmen, vor allem wegen der Personalabgaben, zu teuer.

Wasserstoffstrategie des Saarlandes

In verschiedenen Bereichen soll Wasserstoff als Energielieferant diesen: Neben Tankstellen oder dem ÖPNV soll Wasserstoff auch als Energielieferant für die Industrie dienen.

Hierzu sind privatwirtschaftliche Investionen nötig, aber auch vom Bund kommen vorerst mal etwa 400 Millionen Euro, um die Wasserstoffstrategie voranzutreiben.

Derzeit wird aber erst mal nach Produktionsmöglichkeiten für grünen Wasserstoff geschaut. Aber diese Produktion ist auf Dauer nur in der Kooperation realisierbar, um eine stabile Versorgung zu gewährleisten.

Deshalb haben sich in der Großregion acht Unternehmen zusammengeschlossen, mit dem Ziel ein grenzüberschreitendes Energiesystem zu etablieren. Beteiligt sind unter anderem die SHS-Stahl-Holding-Saar und der Steag-Konzern.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 05.01.2022 berichtet.

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