Ein Mann träufelt eine Lösung auf eine Testkassette eines Coronaschnelltests. (Foto: picture alliance/dpa | Zacharie Scheurer)

"Alles äußerst unübersichtlich"

Kollegengespräch Renate Wanniger / Patrick Wiermer   28.04.2021 | 12:27 Uhr

Nach der Bundes-Notbremse ist das Saarland-Modell mit mehr Öffnungen erst einmal in fast allen Landkreisen ad acta gelegt. In den dafür zuständigen Zentren ist die Zahl derer, die sich testen lassen, deutlich gesunken. Dennoch entstehen weiter private Testzentren. Patrick Wiermer hat versucht zu klären, ob auch ein Privatmensch Zertifikate ausstellen kann.

"Alles maximal unübersichtlich"
Audio [SR 3, Kollegengespräch Renate Wanniger / Patrick Wiermer, 28.04.2021, Länge: 03:55 Min.]
"Alles maximal unübersichtlich"

Tests brauchen Sporttrainer bei Sportangeboten draußen. Das ist mit Einschränkungen möglich. Wer einen Zoo besuchen will, zum Friseur oder zum Fußpfleger gehen will, braucht ebenfalls ein Zertifikat. In Schulen sind Test nötig, wenn Präsenzunterricht ist.

Beim Einzelhandel ist "Click & Meet" möglich, dafür braucht es aber auch einen negativen Test und einen Termin. Allerdings gelten diese Maßnahmen derzeit nicht überall im Saarland. Zum Beispiel liegt im Landkreis St. Wendel der Inzidenz-Wert noch unter 100.

Testen scheint sich aber noch zu lohnen

Für die neu entstehenden privaten Testzentren, so Patrick Wiermer, scheine es sich noch zu lohnen. Rund 21 Euro bekommen Testanbieter vom Bund für die Durchführung der Tests als Sachkosten zurückerstattet.

Dennoch gehen die Tests zurück, etwa im Testzentrum am Messezentrum und an der Goldenen Bremm. Da sind die Zahlen nach Einführung der Bundes-Notbremse um mehr als 30 Prozent eingebrochen.

Ein klares "Jein" fürs private Testen

Ein Testzentrum im eigenen, privaten Umfeld zu errichten, um den Nachbarn die Zertifikate auszustellen, ist wohl eher nicht möglich. Die rechtlichen Vorgaben sind aber ungenau. Die Rede ist von "geschulten oder autorisierten Dritten".

Wenn jemand, wie Patrick Wiermer, sich bei den Johannitern schulen lässt, ist er eigentlich ein solcher "Dritter". Nein, sagt das Gesundheitsministerium, das gelte nur für den beruflichen Kontext. Also etwa Lehrer, die geschult werden, oder jemand für sein Unternehmen.

Eine Ausnahme gibt es dann aber doch - beispielsweise für Friseure und Fußpfleger. Dort darf auch ungeschultes Personal den Selbsttest eines Kunden überwachen, hat Patrick Wiermer erfahren.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 28.04.2021 berichtet.

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