Lebensmittelausgabe an Bedürftige bei den Tafeln (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Was die Helfer der Tafeln sich von den Politikern wünschen

Linda Grotholt   18.12.2019 | 06:56 Uhr

Wenn das Geld nicht mehr reicht, bleibt für viele Menschen nur noch der Weg zu einer Tafel. Und die Zahl dieser Menschen steigt immer weiter: Allein in diesem Jahr sind über 1,6 Millionen Menschen in Deutschland bei den Tafeln gewesen. Das sind zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Audio

Was die Helfer der Tafeln sich von den Politikern wünschen
Audio [SR 3, Linda Grotholt, 18.12.2019, Länge: 04:02 Min.]
Was die Helfer der Tafeln sich von den Politikern wünschen

Im Saarland nutzen derzeit circa 18.000 Menschen die Tafeln, vor allem Rentnerinnen und Rentner. Rund 4.500 von ihnen besuchen regelmäßig die größte Tafel in Saarbrücken-Burbach. Die Helfer arbeiten alle komplett ehrenamtlich, und sie haben konkrete Wünsche an die Politik. So reichten Lebensmittelspenden alleine nicht. Es müsse mehr finanzielle Unterstützung geben.

Uwe Bußmann, der Leiter der Saarbrücker Tafel wird ganz deutlich: Damit weniger Menschen kommen, müsse es eine generelle Umverteilung in der Gesellschaft geben. Schluss mit Leichtlohngruppen, 450-Euro-Jobs und Hilfen übers Jobcenter. Genügend Einkommen für jeden, der arbeitet, damit er im Alter würdig leben könne.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 18.12.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja