Ein Waldweg (Foto: Pixabay/pixel2013)

Der Wald nach dem Hitzesommer

Der saarländische Waldzustandbericht 2018

Renate Wanninger   29.11.2018 | 12:45 Uhr

2018 war ein Jahr der Wetterextreme - auch im Saarland. Das zeigt sich auch beim aktuellen Waldzustandsbericht, der am 29. November vorgestellt wurde. Der Anteil an Bäumen mit deutlichen Schäden ist um drei Prozentpunkte gestiegen. Der Saarforst rechnet in kommenden Jahren mit finanziellen Verlusten für die Forstwirtschaft in Millionenhöhe. Nichts desto trotz sei die Situation im saarländischen Wald verhältnismäßig gut. Man profitiere jetzt von einem großen Mischwald-Bestand, so Umweltminister Jost.

Video [aktueller bericht, 29.11.2018, Länge: 2:28 Min.]
Zustand der saarländischen Wälder

Der Sommer 2018 war der zweitheißeste Sommer nach 2003 seit Aufzeichnung der Wetterdaten. Hitze und Trockenheit haben auch im saarländischen Wald ihre Spuren hinterlassen. Zwar ist der Buchenbestand noch weitgehend unbetroffen, aber der Zustand von Eiche, Kiefer, Lärche und Esche hat sich verschlechtert. Der Anteil an Bäumen mit deutlichen Schäden ist um drei Prozentpunkte gestiegen, der Anteil der Bäume ohne sichtbare Schäden ist um acht Prozentpunkte gesunken.

Besonders die Fichten hätten unter der Sommerhitze gelitten"zwar wie nie zuvor", sagt Umweltminsiter Reinhold Jost. Zudem habe die Hitze zur massenhaften Vermehrung der Borkenkäfer beigetragen.

Millioneneinbußen für den Saarforst

Das heißt auch: Der Saarforst wird in den kommenden Jahren fianzielle Verluste in Millionenhöhe hinnehmen müssen - und zwar aus zweierlei Gründen: Das Überangebot an Holz, das durch jetzt gefällte Fichten entsteht, sorgt für fallende Preise und in einigen Jahren kann weniger Holz geerntet werden.

Saarland trotzdem auf einem guten Weg

Der saarländische Wald nach dem Hitzesommer
Audio [SR 3, 29.11.2018, Länge: 02:49 Min.]
Der saarländische Wald nach dem Hitzesommer

Trotzdem zeigt sich Umweltminsiter Jost optimistisch. Das Saarland sei bei seinen Wäldern auf einem guten Weg. Man habe schon vor 30 Jahren auf naturnahe Waldbewirtschaftsung gesetzt und profitiere deshalb jetzt von einem großen Mischwald-Bestand.

Auch wenn die Esche in den kommenden Jahren wahrscheinlich komplett aus dem Saarländischen Bestand rausfallen würde, sei man gut aufgestellt. Die Schäden bei der Buche könne man zur Zeit noch nicht abschätzen.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 29.11.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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