Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand bei St. Ingbert (Foto: Feuerwehr St. Ingbert/Alex Weber)

Die Gefahr von Waldbränden im Saarland steigt

Lisa Huth / Informationen von Marie Kribelbauer   22.04.2020 | 13:56 Uhr

Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet. Der April waren viel zu trocken. Nach jüngsten Informationen fiel in den vergangenen Wochen nur drei Prozent der normalen Regenmenge. Die Gefahr von Waldbränden steigt an. Derzeit wird die Walbrandstufe vier, das ist die zweithöchste, die ausgerufen werden kann.

Vergangene Woche gab es zwei Brände im Landkreis Sankt Wendel, in Baesweiler und in Nohfelden. Dort war SR 3-Reporterin Marie Kribelbauer beim Brand-Inspekteur des Landkreises, Herrn Dirk Schäfer. Die Löscharbeiten mit rund 70 Einsatzkräften haben über mehrere Stunden gedauert.

Anhaltende Trockenheit: Entzündung von Wald- und Wiesenflächen möglich
Audio [SR 3, Marie Kribelbauer, 22.04.2020, Länge: 03:10 Min.]
Anhaltende Trockenheit: Entzündung von Wald- und Wiesenflächen möglich

Unwegsames Gelände, das Unterholz ist schwer zugänglich, und dann stellt sich auch das Problem der Wasserversorgung. Es müssen speziell für Waldbrände ausgerüstete Fahrzeuge aus dem Landkreis eingesetzt werden. Zudem war es in den vergangenen Tagen sehr windig, was das Feuer weiter anfachte.

Die Einsatzkräfte mussten mit ihrer Schutzausrüstung samt den Helmen und Gerätschaften den Weg auf die Bergkuppe hoch schaffen. Wenn dann auch noch die entsprechenden Temperaturen herrschen, geht das an die Substanz.

Keine Kippen achtlos wegwerfen

Die Brandursache noch nichts bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, als er. Es kann laut Dirk Schäfer durchaus sein, dass durch eine Glasscherbe oder ähnliches der Brand entstanden ist. Aber das sei reine Spekulation.

Wegen der erhöhten Waldbrandgefahr wird davon abgeraten, in den Wald zu gehen. Wegen der Corona-Situation suchen aber gerade viele ein bisschen Erholung im Spazierengehen. Der Appell von Dirk Schäfer: Werfen Sie keine Kippen oder ähnliche Dinge in den Wald und auch nicht ins Wiesengelände.

Folgende Informationen sollte die Bevölkerung beachten:

  • Werfen Sie keine Zigarettenkippen achtlos aus Fahrzeugen.
  • Grasflächen und Feldwege sollten mit Fahrzeugen nicht befahren werden.
  • Das Parken auf dem trockenen Gras sollte vermieden werden. Der Katalysator oder heiße Auspuff kann das trockene Gras entzünden.
  • Grillen und offenes Feuer im oder am Wald sollte man unterlassen. Durch Funkenflug ist eine schnelle Ausbreitung des Feuers möglich.
  • Grillkohle und Brandstellen sind nach Gebrauch sorgfältig abzulöschen. Bitte lassen sie kein Feuer unbeaufsichtigt.
  • Glasflaschen gehören in den Müll und nicht in die Vegetation. Glasscherben können wie Brenngläser wirken und Brände entfachen
  • Halten Sie Zufahrten zu Wäldern und Feldern frei, so dass auch große Löschfahrzeuge die Einsatzorte schnell erreichen können.

Wird ein Flächen- oder Waldbrand, auch ein Entstehungsfeuer, entdeckt, so sollte umgehend die Feuerwehr über Notruf 112 alarmiert werden.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 22.04.2020 berichtet.

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